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Spirituosenhandel Underberg-Familie verliert Rémy Cointreau als Geschäftspartner

Der französische Konzern zieht sich nicht nur aus dem Joint Venture Diversa zurück, Underberg darf auch keine Cointreau-Produkte mehr vertreiben.
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Die Konzernlenkerin muss auf einen wichtigen Partner verzichten. Quelle: Thorsten Jochim für Handelsblatt
Hubertine Underberg-Ruder

Die Konzernlenkerin muss auf einen wichtigen Partner verzichten.

(Foto: Thorsten Jochim für Handelsblatt)

Hamburg Hubertine Underberg-Ruder verliert einen wichtigen Partner für ihre Vertriebsgesellschaft Diversa. Der langjährige Geschäftspartner Rémy Cointreau steigt nicht nur aus dem Gemeinschaftsunternehmen aus, sondern nimmt auch seine Marken aus dem gemeinsamen Vertrieb. Das teilte Underberg-Ruder am Dienstag mit.

Schon vor zwei Jahren stand fest, dass Rémy Cointreau nach Ablauf der vereinbarten zehnjährigen Mindestzusammenarbeit im 50-50-Joint-Venture Ende März kommenden Jahres aussteigen will. Damals hoffte Underberg-Ruder jedoch noch, dass Diversa auch unter alleiniger Oberhoheit der Underberg-Familie die Spirituosen der Franzosen weiter vertreiben könne. Diese Hoffnung hat sich nun zerschlagen.

Damit verliert Diversa ein Achtel seiner umgesetzten Menge. Wertmäßig könnte der Anteil darüberliegen. Offenbar konnte Diversa-Chef Thomas Mempel den Partner auch durch eine Reorganisation nicht überzeugen. Denn in den vergangenen Monaten habe Diversa die Aufgaben Markenpflege und Handelsbeziehungen strategisch getrennt, heißt es in der Mitteilung. Zudem sei das Unternehmen nun besser für den E-Commerce aufgestellt.

Damit sei ein Umsatzplus von 7,8 Prozent gelungen. Underberg-Ruder betonte, der Vertrieb von Fremdmarken über die 1972 gegründete Diversa bleibe für das Familienunternehmen wichtig.

„Wir haben großes Vertrauen in die Neuausrichtung der Diversa-Spezialitäten und erkennen eine Vielzahl an Chancen für die kommenden Jahre.“ Die 56-Jährige ist Verwaltungsratsvorsitzende der Underberg AG, die den berühmten Kräuterlikör produziert.

Diversa soll nun neue Marken für den Vertrieb gewinnen. „Derzeit sind wir in fortgeschrittenen Gesprächen mit weiteren Partnern“, erklärte Geschäftsführer Mempel.

Laut Underberg-Geschäftsbericht 2017/18 hatte Diversa zuletzt einen Gewinn von rund 200.000 Euro erzielt. In dem Bericht hatte es noch geheißen, es sei mit einem weiteren Vertrieb der Rémy-Marken zu rechnen.

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