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Start-up Grab So will Anthony Tan seine Taxi-App in allen Lebensbereichen unverzichtbar machen

Mit seiner App hat der Gründer bereits Uber aus Südostasien verdrängt. Doch er will mehr. Dafür holt sich Tan Hilfe bei einem Tycoon aus Thailand.
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Konzerne wie Toyota und Microsoft haben bereits in Tans Start-up investiert. Quelle: Bloomberg
Anthony Tan

Konzerne wie Toyota und Microsoft haben bereits in Tans Start-up investiert.

(Foto: Bloomberg)

DüsseldorfSüdostasiens erfolgreichster Gründer weiß auch die einfachen Freuden zu schätzen. Bei seinem jüngsten Besuch in der thailändischen Hauptstadt Bangkok schwärmt Anthony Tan von dem traditionellen lokalen Essen.

Als Chef des Taxi-App-Unternehmens Grab, das im vergangenen Jahr den US-Konkurrenten Uber aus der Region verdrängte, ist dem 37-jährigen Malaysier aber auch klar: Der Stau zur Rushhour hindert viele Thailänder daran, ihr Lieblingsrestaurant zu besuchen.

Seine App sieht er als einen Ausweg: Motorradtaxis von Grab schlängeln sich mit ihren Passagieren durch den Verkehr – oder bringen das Essen vom Restaurant direkt zum Kunden nach Hause. Mit solchen Angeboten hat sich Grab, das zuletzt mit mehr als elf Milliarden Dollar bewertet wurde, bereits in vielen südostasiatischen Haushalten als fester Bestandteil des Alltags etabliert.

Tan, dessen Vater im Automobilgeschäft reich wurde, will nun aber einen Schritt weitergehen: Er will sein Start-up zur „Super-App“ ausbauen, die quasi in allen Lebensbereichen unverzichtbar ist. Dafür hat er jetzt eine Partnerschaft mit dem thailändischen Hotelbesitzer Tos Chirathivat geschlossen. Dem Shoppingmall-Tycoon gehört mit seinem Konglomerat Central Group auch das KaDeWe in Berlin.

Die beiden Unternehmen wollen sich künftig eng verzahnen: Was in den in Thailand extrem populären Einkaufszentren geboten wird, will Tan künftig auch über seine App-Lieferdienste anbieten. Gleichzeitig will Grab die Kunden und Hotelgäste der Central Group durch die Stadt kutschieren und sich auch als Zahlungsdienstleister im Offline-Geschäft etablieren.

„Wir graben uns noch tiefer in Thailand rein“, sagt Tan. Als Teil der neuen Partnerschaft investiert Tos 200 Millionen Dollar in Grab. Er ist dort in guter Gesellschaft. Auch Konzerne wie Microsoft und Toyota haben bereits in das Start-up investiert.

Der Versuch von Tan, mit Grab zur übermächtigen Alltagsapp aufzusteigen, könnte aber auch auf Widerstand stoßen. Bereits die Übernahme des Uber-Geschäfts in Südostasien durch Grab hatte Wettbewerbshüter auf den Plan gerufen. In Singapur und auf den Philippinen wurden gegen das Unternehmen wegen Verstößen gegen Wettbewerbsregeln Millionenstrafen verhängt.

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