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Start-up Gründer von Eat Clever wollen Briten für gesundes Essen begeistern

Der Essens-Lieferdienst ist bereits in gut 60 deutschen Städten aktiv. Nun wagen sich die drei Hamburger Gründer trotz des Brexits nach Großbritannien.
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Mit Eatclever sind die drei Gründer in gut 60 Städten in Deutschland vertreten. Quelle: Eatclever
Mohamed Chahin (l.), Marco Langhoff (M.) und Robin Himmels

Mit Eatclever sind die drei Gründer in gut 60 Städten in Deutschland vertreten.

(Foto: Eatclever)

Hamburg Mohamed Chahin lässt sich von den Brexit-Querelen nicht abschrecken. In dieser Woche startet er mit seinem Essens-Lieferdienst Eat Clever in London, um von dort aus weitere britische Städte ins Visier zu nehmen. „Der Liefermarkt ist in Großbritannien deutlich weiter entwickelt als in Deutschland. Daher haben wir uns entschlossen, das Risiko durch den Brexit einzugehen“, sagt der 26-jährige Mitgründer.

Zusammen mit Marco Langhoff und Robin Himmels hat der Norddeutsche vor vier Jahren in Hamburg das virtuelle Restaurant Eat Clever gegründet. Inzwischen machen Gastronomen in gut 60 deutschen Städten mit: Sie bieten gesunde Gerichte nach Vorgaben von Eat Clever an und liefern sie aus.

Die Plattform bekommt dafür eine Provision. Im laufenden Jahr sollen so erstmals über zehn Millionen Euro Bestellumsatz zusammenkommen, hofft Chahin.

Nach einem ersten Schritt ins Ausland in Zürich soll nun England das Wachstum beschleunigen – finanziert aus eigner Kraft. Noch im vergangenen Jahr hatten Chahin und seine Mitstreiter eigentlich einen weiteren Investor hinzuholen wollen, nun laufe das Geschäft aber stark genug, um die Expansion allein zu stemmen, sagt der junge Unternehmer.

Bislang hat sich das Start-up über Crowdfunding finanziert, dazu kamen als Geldgeber der About-You-Gründer Tarek Müller und der inzwischen verstorbene Werber Stefan Kolle.

In den vergangenen Monaten war Chahin immer wieder in London, um Gastronomen von seinem Konzept zu überzeugen. Los geht es nun in drei Stadtteilen der Metropole, anschließend sollen weitere Städte dazukommen, betreut von einem Team vor Ort.

Dabei will Chahin von bestehender Infrastruktur profitieren: Die Partner-Restaurants sollen auch über die britischen Anbieter Deliveroo und Just Eat ausliefern. So soll sich die Marke Eat Clever als Alternative für gesündere Angebote wie Currys und Reispfannen etablieren. Zugleich soll auch die Schweiz-Expansion weiterlaufen.

Für seine Gründung erhält Chahin Anerkennung: Zusammen mit Mitgründer Himmels hat ihn das Magazin „Forbes“ in die 2019er-Ausgabe seiner „30 unter 30“-Liste von bemerkenswerten E-Commerce-Gründern aufgenommen. Entsprechend ist der Anspruch: Eat Clever wolle ein „großes Geschäft“ in Großbritannien aufbauen, kündigt Chahin an – und damit auch ein Vorbild für andere deutsche Internet-Start-ups in dem Land sein.

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