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Start-up Matsmart Metro und Ikea investieren in den Kampf gegen das Wegwerfen

Karl Andersson verkauft Lebensmittel, die sonst weggeworfen würden. Zusammen mit Metro startet seine Firma Matsmart jetzt auch in Deutschland.
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17 Millionen Euro hat er in der jüngsten Finanzierungsrunde von Großinvestoren eingesammelt. Quelle: Matsmart
Matsmart-Gründer Karl Andersson

17 Millionen Euro hat er in der jüngsten Finanzierungsrunde von Großinvestoren eingesammelt.

(Foto: Matsmart)

Düsseldorf Es gibt eine Zahl, auf die ist Karl Andersson stolz: 3700 Tonnen Lebensmittel hat er im vergangenen Jahr mit seinem Unternehmen Matsmart in Schweden und Finnland vor dem Wegwerfen bewahrt. Der Marktplatz, den er vor fünf Jahren zusammen mit Erik Södergren und Ulf Skagerström gegründet hat, nimmt Produkte direkt von Herstellern ab, die ansonsten wegen Überproduktion, des nahenden Mindesthaltbarkeitsdatums oder veränderter Verpackung entsorgt würden, und verkauft sie mit hohen Rabatten.

Diese Erfolgsgeschichte will er im kommenden Jahr auch in Deutschland wiederholen. Und dafür hat er sich jetzt Geldgeber gesichert. 17 Millionen Euro hat er in der jüngsten Finanzierungsrunde von Großinvestoren eingesammelt. Damit ist das Start-up jetzt insgesamt mit 40 Millionen Euro finanziert. Matsmart macht mit 150 Mitarbeitern einen Umsatz von 400 Millionen schwedischen Kronen (37 Millionen Euro).

Zu den Investoren zählen neben Venture-Fonds wie Northzone und Norrsken auch die Ikea-Tochter Ingka Group und LeadX Capital Partners, ein Fonds, dessen Hauptinvestor die Metro AG ist. „Wir freuen uns sehr darüber, dass wir Metro als Partner gewinnen konnten, und sind fest davon überzeugt, dass wir in vielen Bereichen vom Know-how des Konzerns profitieren werden“, erklärte Matsmart-Gründer Andersson.

Für den Großhändler Metro ist die Beteiligung an Matsmart eine strategische Investition. Denn er hat sich das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2025 die Lebensmittelverschwendung im eigenen Unternehmen zu halbieren. Und ohne Partner, die sich auf diesen Bereich spezialisiert haben, kann Metro dieses Ziel nur schwer erreichen.

„Als Großhändler stehen wir in der Pflicht, entschieden gegen Lebensmittelverschwendung vorzugehen. Matsmart geht das Thema innovativ an“, sagt Veronika Pountcheva, die bei Metro für den Bereich Nachhaltigkeit verantwortlich ist. Matsmart arbeitet in Schweden bereits mit Nahrungsmittelherstellern wie Nestlé, Unilever und Mondelez zusammen.

Matsmart ist aber nicht das einzige junge Unternehmen, das sich auf die Verwertung von schwer verkäuflichen Lebensmitteln spezialisiert hat. In Berlin etwa gibt es bereits das von Raphael Fellmer gegründete Unternehmen Sirplus, das neben einem Onlineshop auch stationäre Läden betreibt. International bekannt ist das Start-up Too good to go, das 2015 in Dänemark gestartet wurde und seit zwei Jahren auch in Deutschland tätig ist.

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