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Start-up Personio-Konkurrent Kenjo bekommt frisches Geld

Nach einem Mitgründer von N26 steigt auch ein Geldgeber der Digitalbank bei dem Anbieter für Personalsoftware ein. Der will nach Lateinamerika expandieren.
20.10.2020 - 18:09 Uhr Kommentieren
„Gerade bei viel Homeoffice steigt der Bedarf danach, die Leistungen klar beurteilen zu können.“ Quelle:  Kenjo
Kenjo-Gründer David Padilla

„Gerade bei viel Homeoffice steigt der Bedarf danach, die Leistungen klar beurteilen zu können.“

(Foto:  Kenjo)

Hamburg Das Berliner Start-up Kenjo will dem stark wachsenden Münchener Unternehmen Personio Paroli bieten: Beide Unternehmen bieten Mittelständlern Software für ihre Personalabteilung an. Während Personio bereits 130 Millionen Euro Risikokapital einsammeln konnte, bekommt Kenjo-Chef David Padilla nun 5,1 Millionen Euro vom Schweizer Investor Redalpine.

Das Geld soll vor allem in die Produktentwicklung fließen. „Das Produkt ist zentral. Daher vervielfachen wir das Budget dafür“, sagte Padilla dem Handelsblatt.

Die Software von Kenjo hilft Personalern in mehreren Bereichen – etwa bei der Verwaltung von Urlaubsplänen, Personalbewertungen und -abrechnung. Dazu kommt auch das Werben um neue Mitarbeiter. Die Abo-Software soll die Personalarbeit effizienter machen und zugleich die Zufriedenheit der Mitarbeiter erhöhen – etwa durch Urlaubsanträge per App.

Deutlich ausbauen will Padilla die Funktionen für Personalentwicklung. Mitarbeiter sollen etwa in anonymisierten Umfragen Feedback geben, die Ergebnisse von Leistungsbeurteilungen besser nachgehalten werden. „Gerade bei viel Homeoffice steigt der Bedarf danach, die Leistungen klar beurteilen zu können“, sagt Padilla.

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    In der Coronakrise sind zudem Funktionen zur Verwaltung von Kurzarbeit gefragt, die auch die Kommunikation mit der Arbeitsagentur erleichtern sollen. Als Kunden nennt Kenjo beispielsweise Start-ups wie Stadtsalat. Das System soll sich für Mittelständler mit 25 bis 350 Mitarbeitern lohnen.

    Das eigene Team hat Padilla bereits in den vergangenen Wochen auf 32 Mitarbeiter verdoppelt, bald sollen es 40 sein. Allerdings: Konkurrent Personio stellt derzeit monatlich 30 neue Leute ein. Auch andere Anbieter von HR-Software wachsen.

    Bekannte Investoren

    Padilla sieht ausreichend Platz auf dem Markt: Die meisten mittelgroßen Unternehmen nutzten heute noch keine dezidierte Personal-Software. Zudem berechnet Kenjo niedrigere Monatsgebühren als Personio, dessen Angebot aber umfangreicher ist. Neben Deutschland ist Kenjo vor allem in Padillas Heimatland Spanien aktiv. Von dort aus soll es 2021 nach Lateinamerika gehen.

    Der heute 33-jährige Padilla hat 2011 Madrid verlassen, um als Entwickler zum Schweizer Groupon-Klon DeinDeal zu gehen. 2014 gründete er in Berlin den Salesforce-Vertriebler Empaua mit, bevor er vor zwei Jahren Kenjo ins Leben rief.

    Dabei hat er szeneprominente Unterstützer: N26-Finanzchef Maximilian Tayenthal gehört ebenso zu den frühen Investoren wie der Gründer des Digitalversicherers Wefox, Julian Teicke. Beide investierten bereits im Frühjahr 1,2 Millionen Euro in Kenjo. Wefox ist zudem Kunde von Kenjo.

    Das Netzwerk dürfte auch dabei geholfen haben, den neuen Investor Redalpine zu überzeugen: Die Züricher gehören zu den Geldgebern der Digitalbank N26. Zudem haben sie in den Hamburger Personalvermittler Zenjob investiert.

    Mehr: Personio holt neuen Personalchef

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