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Start-up Remetal Zwei Gründer wollen den Schrotthandel aus der Schmuddelecke holen

Maximilian Wagner und Florian Kriependorf haben einen digitalen Schrotthandel eröffnet. Unter dem Dach von Haniel planen sie die Expansion.
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Die Gründe von Remetal haben reichlich Erfahrung in der Metallbranche. Quelle: Remetal
Florian Kriependorf (links) und Maximilian Wagner

Die Gründe von Remetal haben reichlich Erfahrung in der Metallbranche.

(Foto: Remetal)

Düsseldorf Dass sie mal als Schrottsammler durch die Gegend fahren würden, hatten sich Florian Kriependorf und Maximilian Wagner am Anfang ihrer Karriere nicht gedacht. Und doch machen der Jurist und der Betriebswirt heute an manchen Tagen genau das. Nämlich, wenn sie testen, wie gut das eigene Geschäft funktioniert.

„Es hilft immer, gelegentlich selbst rauszufahren, um zu schauen, ob die vom Algorithmus berechneten Fahrtrouten gut zu bewältigen sind“, sagt Wagner.

Die beiden Gründer haben unter dem Dach des Duisburger Familienkonzerns Haniel den digitalen Schrotthandel Remetal eröffnet. Das Konzept: Verbraucher und Firmen bestellen online einen Fahrer, der ihren Schrott innerhalb weniger Tage abholt und sie dafür bezahlt.

Der Preis ist vorher festgelegt. „Wir orientieren uns an den aktuellen Schrottpreisen, die wir im Markt mit unseren Partnern erzielen“, so Kriependorf. Eine Mindestmenge gibt es nicht: Die Fahrer des Start-ups kommen theoretisch sogar für eine einzelne Gabel vorbei.

Sowohl Kriependorf als auch Wagner haben viele Jahre Erfahrung in der Metallbranche: der 37-jährige Wagner zunächst als Stratege bei Thyssen-Krupps früherer Edelstahltochter Outukoumpou, dann als Geschäftsführer der Digitaleinheit des Düsseldorfer Anlagenbauers SMS. Seit Herbst 2018 ist er Geschäftsführer bei EIE Services, einer Tochter von Haniel, unter deren Dach Remetal entstand.

Jurist Kriependorf kam nach der Gründung einer juristischen Start-up-Beratung über eine Justiziarsstelle bei Haniel zum konzerneigenen Schrotthändler ELG. Dort arbeitet er heute als Digitalchef und gründete als solcher zusammen mit Wagner den digitalen Schrotthandel, zunächst auf Nordrhein-Westfalen beschränkt.

„Wir identifizieren im Moment aber weitere Märkte auch im europäischen Ausland, in die wir expandieren wollen“, sagt Kriependorf. Von Haniel hat Remetal einen einstelligen Millionenbetrag zur Finanzierung der ersten beiden Geschäftsjahre bis Ende 2019 erhalten. Bis dahin soll die Belegschaft von derzeit 40 Mitarbeitern verdoppelt werden.

Mehr: Der frühere Lufthansa-Manager Stephan Gemkow führte das Familienunternehmen Haniel aus der schwersten Krise. Den Kulturwandel und die Vorwärtsstrategie verfolgt nun sein Nachfolger.

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