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Start-up Whytes Zwei Gründer wollen das perfekte T-Shirt für Männer verkaufen

Nadia Botzenhard und Thomas Escher vertreiben nichts als weiße Shirts. Auf Investoren verzichten die Gründer von Whytes bislang bewusst.
01.08.2019 - 06:21 Uhr 1 Kommentar
Männer sind als Kunden loyaler denn Frauen.
Thomas Escher und Nadia Botzenhard

Männer sind als Kunden loyaler denn Frauen.

Düsseldorf Neue Farben, neue Muster, neue Schnitte: Alle Modefirmen wetteifern darum, die Kunden immer wieder mit frischen Kollektionen zu überraschen. Nur Nadia Botzenhard und Thomas Escher nicht. Sie machen genau das Gegenteil.

„Wir verkaufen nur weiße T-Shirts“, sagt die Mitgründerin des Start-ups Whytes aus München. „Uns ist aufgefallen, dass es für Männer kaum gut geschnittene, hochwertige weiße T-Shirts gibt“, ergänzt Thomas Escher, auch privat der Partner von Botzenhard.

Die beiden sind nicht mehr ganz so jung wie viele Neugründer. Botzenhard, 38, hat als Designerin in der Modebranche unter anderem für den britischen Kreativen John Richmond gearbeitet. Escher, 40, der BWL studierte, arbeitet seit vielen Jahren bei Verlagen und Marketingagenturen. Beide lebten zuletzt in New York, wo ihnen die Idee mit der Premiummarke für T-Shirts kam.

Sie haben fast 400 Modeexperten nach ihren Wünschen gefragt, vom Designer über den Einzelhändler bis zu Bloggern. Danach haben sie 150 Männer im Englischen Garten in München selbst vermessen, um Schnitte zu entwickeln, die auch wirklich passen. Anfang 2016 starteten sie dann mit dem Onlineverkauf ihrer T-Shirts. Heute gibt es sie in zwölf Größen mit zwei verschiedenen Kragenformen.

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    Dass sie sich auf Männer als Zielgruppe konzentrieren, hat einen einfachen Grund: „Wenn Männer einmal von einem Produkt überzeugt sind, kaufen sie es immer wieder“, sagt Botzenhard. Mit zwei Prozent sei die Retourenquote niedrig. Bei Zalando beträgt sie 50 Prozent.

    Bewusst gegen den Verkauf bei Amazon entschieden

    Botzenhard und Escher lassen die T-Shirts in Berlin nähen. Der Stoff, ein Mischgewebe aus gekämmter Baumwolle und einem Zellstoff aus Buche, wird in Italien produziert. „Dieser Stoff hält länger, verzieht sich nicht und braucht weniger Trinkwasser bei der Produktion“, wirbt die Mitgründerin für das Mischgewebe.

    Sie bieten die Kleider über den eigenen Onlineshop und wenige ausgesuchte Fachhändler an. „Wir haben uns bewusst gegen den Verkauf bei Amazon oder ähnlichen Plattformen entschieden, weil da vor allem der Preis im Vordergrund steht“, sagt Escher. Alle T-Shirts werden nach dem Nähen nach München geschickt, wo sie einer von fünf festen Mitarbeitern mit einem persönlichen Gruß in einen Karton packt.

    Nicht jeder Kunde ist bereit, für das T-Shirt 39 Euro zu zahlen, wo es doch sonst dafür gleich drei gibt. So kaufen bei Whytes „eher Banker, Architekten, Unternehmensberater oder Ärzte ein“, erzählt Escher.
    Branchenkenner halten Whytes „für ein gutes Geschäftsmodell“, wie Unternehmensberaterin Beate Hölters sagt. „Es gibt im Handel einen Markt für hochwertige, weiße T-Shirts für Männer.“

    Im vergangenen Jahr hat Whytes einen Umsatz von 200.000 Euro erzielt und „eine schwarze Null geschrieben“, so Escher. Für das laufende Jahr erwartet er ein Umsatzplus von 50 Prozent. Eigentlich würde ein Unternehmen in der Aufbauphase Investoren beteiligen, um schneller zu wachsen. Doch die Gründer „wollen lieber unsere Marke in Ruhe und konsequent aufbauen, ohne den Druck fremder Geldgeber“, findet Escher. Botzenhard nickt.

    Mehr: Viele Firmen in der Textilindustrie engagieren sich zu wenig für nachhaltige Produktion. 80 Prozent der Kleidung landet noch immer auf dem Müll.

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    1 Kommentar zu "Start-up Whytes: Zwei Gründer wollen das perfekte T-Shirt für Männer verkaufen"

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    • Das einzige, was an diesem T-Shirt bemerkenswert ist, ist das Vertriebskonzept mit der Story. Mit dem Handelsblatt haben die Gründer es nun wieder geschafft, was im Mai letzten Jahres mit der WELT gelang: Die große Presse für die eigene Sache zu gewinnen. Lieber Redakteur Georg Wieshaupt, sie wurden reingelegt. Die Story ist gut, aber das T-Shirt ist ein mittelmäßiges Produkt. Ich bin bin Weiss-Tshirt-Fanatiker und die Beschreibung im Welt-Arktikel letztes Jahr sprach mir voll aus der Seele. Ungefähr 20 verschiedene Typen weisse Tshirts habe ich in den letzten 10 Jahren ausprobiert, und die Story mit der Suche nach dem besten Produkt war genau mein Ding, Ich habe also ein Whyte gekauft und war herb enttäuscht. Ich habe Kontakt aufgenommen zu den Gründern, um Verbesserungsvorschläge anzubringen. Immerhin waren wir verbündete auf der Suche nach dem heiligen Gral des weissen Shirts. Aber nix da, dort musste die explodierende Nachfrage nach dem WELT-Artikel abgearbeitet werden. Die ist nun rum. Jetzt musste das nächste Blatt ran. Das Handelsblatt hats erwischt.

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