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Sven Erger Mit Elektrofahrrädern im Abo will sich Rebike1 auf dem Markt behaupten

Der Gründer von Rebike1 hat sein Geschäftsmodell grundlegend ändern müssen. Nun setzt er auf Mieträder und will frisches Geld einsammeln.
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Der Gründer der Gebrauchtrad-Plattform Rebike1 hat sein Geschäftsmodell geändert. Quelle: Rebike1
Sven Erger

Der Gründer der Gebrauchtrad-Plattform Rebike1 hat sein Geschäftsmodell geändert.

(Foto: Rebike1)

München Einmal sanft in die Pedale getreten, schon setzt sich ein E-Bike in Bewegung. Deutlich mehr anstrengen muss sich, wer mit den Elektrorädern Geld verdienen möchte. Sven Erger, 46, hat das in den vergangenen Monaten leidvoll erfahren.
Vergangenes Jahr ist er mit Rebike1 gestartet, einer Internetplattform für hochwertige, gebrauchte E-Bikes, sozusagen die Jahreswagen unter den Elektrorädern. Die sollten von Privatleuten stammen, die kaum auf den Velos saßen. Auch Vorführmodelle der Hersteller wollte Erger anbieten.

Bald zeigte sich: Es lohnt sich nicht, die E-Bikes bei Konsumenten bundesweit zu erwerben. Die Produzenten wiederum haben nicht genügend Ausstellungsstücke im Angebot, um Rebike1 ausreichend zu bestücken.

Daher hat der ehemalige Manager, der früher für Sony, Nokia und Microsoft tätig war, sein Geschäftsmodell grundlegend verändert. Für den Nachschub an gebrauchten E-Bikes sorgt er nun selbst. So eröffnete Erger in Oberstdorf eine Verleihstation, in der er bis zu 250 Elektroräder anbietet. Nach einem Monat im Einsatz verkauft er die Velos dann auf seinem Internetportal.

Seit ein paar Tagen bietet Erger zudem Elektroräder im Abonnement an – für drei, sechs oder zwölf Monate. Auch diese Modelle will er später auf Rebike1 absetzen. Radhändlern möchte der Unternehmer sein Modell zudem als Lizenz anbieten. „Die Nachfrage nach jungen, gebrauchten E-Bikes ist riesig“, beteuert Erger.

Obwohl beileibe nicht alles von Anfang an geklappt hat, glauben die Investoren offenbar an Ergers Idee. Wichtigster Geldgeber ist bislang STS Ventures aus Köln. In der ersten richtig großen Finanzierungsrunde sammele er derzeit mehrere Millionen Euro ein, erläutert Erger. In wenigen Wochen würde wohl ein Abschluss verkündet.

Fachleute sehen Ergers Konzept positiv. Es sei „sensationell“, dass die Plattform die Räder bis zu 40 Prozent unter Neupreis anbiete und gleichzeitig zwei Jahre Garantie auf Motor und Getriebe anbiete, urteilte jüngst eine Jury der Fahrradmesse Eurobike.

Der Boom der E-Bikes zieht allerdings viele Wettbewerber an. Auf Bike Exchange bieten Fachhändler junge, gebrauchte Elektroräder an. Auch bei Ebay wimmelt es von Angeboten. Speiche24.de ist ein Marktplatz für E-Bikes, der auch gebrauchte Räder anbietet. Swapfiets wiederum ist der Marktführer unter den Abo-Rädern.

Erger ist dennoch zuversichtlich: „Momentan machen E-Bikes ein Viertel des Marktes aus, künftig wird es die Hälfte sein.“ Wenn es mit der Finanzierung klappt, werde Rebike1 mit seinen 20 Mitarbeitern bald umziehen. Bislang sitzt die Firma im Münchner Vorort Krailling, nun will Erger näher an die Metropole heran rücken. So möchte der Unternehmer die Städter anlocken und neben dem Internetgeschäft vermehrt im Laden Räder verkaufen.

Mehr: Taschen von Ortlieb genießen bei Radlern einen guten Ruf. Mit dem Aufkommen der Elektroräder braucht der Mittelständler dringend Platz und Mitarbeiter.

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