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Sven Seidel Ex-Lidl-Chef verlässt Otto nach nur anderthalb Jahren

Sven Seidel kehrt nach 18 Monaten in Hamburg zurück in seine süddeutsche Heimat. In Mannheim übernimmt er die Leitung des Gesundheitsdienstleisters Phoenix.
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Der frühere Lidl-Chef hielt es bei Otto nur anderthalb Jahre aus. Quelle: Juergen Altmann für Handelsblatt
Sven Seidel

Der frühere Lidl-Chef hielt es bei Otto nur anderthalb Jahre aus.

(Foto: Juergen Altmann für Handelsblatt)

München Nur anderthalb Jahre hat es Sven Seidel in Hamburg als Vorstand des Versandhauses Otto ausgehalten. Nun zieht der 45-Jährige zurück in seine süddeutsche Heimat. Der Manager übernimmt zum 1. November die Führung des Mannheimer Gesundheitsdienstleisters Phoenix. Das teilte der Konzern an diesem Mittwoch mit.

Der bisherige Chef Oliver Windholz werde Phoenix Ende September verlassen, einen Grund nannte die Firma nicht. Der Manager hatte die Gruppe mit mehr als 37.000 Mitarbeitern seit Anfang 2014 geleitet. „Mit Sven Seidel haben wir einen überaus kompetenten Nachfolger, der auf einen breiten Erfahrungsschatz im Handel zurückgreifen kann“, erläuterte Bernd Scheifele, Aufsichtsratsvorsitzender von Phoenix.

Phoenix, das zur Ulmer Unternehmerfamilie Ludwig Merckle gehört, ist im Pharmagroßhandel aktiv, betreibt aber auch 2500 Apotheken. Der Umsatz erreichte im abgelaufenen Geschäftsjahr knapp 26 Milliarden Euro, unter dem Strich stand ein Verlust von 112 Millionen Euro.

Vor seinem Wechsel zu Otto hatte Seidel drei Jahre lang den Discounter Lidl geführt. Dort war er als Chef gescheitert, weil die Traditionalisten mit seinem Modernisierungskurs nicht klarkamen. Seinen Abschied von der Elbe begründete Seidel mit privaten Gründen, seine Familie sei im Süden verwurzelt. Zudem reize ihn die „herausfordernde berufliche Perspektive“.

Bei Otto haben sie den Manager offenbar geschätzt. „Herr Seidel hat in den vergangenen 18 Monaten unseren Retail- und Importgeschäften wegweisende Impulse geben können“, erklärte Aufsichtsratschef Michael Otto. Fachlich wie auch menschlich bedauere er den Abschied des Topmanagers. Seidel war im Vorstand unter anderem für Tochterfirmen wie Sport Scheck, Frankonia und Manufactum zuständig.

Mehr: Die Margen im Pharmahandel sind unter Druck. Die Phoenix-Gruppe will daher durch Zukäufe wachsen, sich digitalisieren und Angreifer Amazon abwehren.

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