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Thomas Mack Wie der Familienunternehmer den Europapark auch im Winter attraktiv halten möchte

Der Diplom-Hotelier und Juniorchef des Europaparks hat gerade erst sein neustes Hotel eröffnet – mit Erfolg. Ein weiteres dürfte schon bald folgen.
07.01.2020 - 04:00 Uhr Kommentieren
Europapark: Juniorchef Thomas Mack ist Hotelier und Bauherr Quelle: Europa-Park
Thomas Mack

Die Familie Mack zählt zu den erfolgreichsten Betreibern von Themenhotels weltweit.

(Foto: Europa-Park)

München, Stuttgart Es ist gar nicht so einfach, ein Zimmer in einem der sechs Hotels des Europaparks zu ergattern. Während der Saison sind die Vier-Sterne-Betriebe am Rand des größten deutschen Freizeitparks fast immer ausgebucht. Das wundert sogar Thomas Mack, 39, ein wenig.

Denn erst vergangenes Frühjahr hat der Juniorchef des badischen Familienunternehmens sein jüngstes Haus eröffnet. 1300 Betten kamen mit dem ganz im nordischen Stil gehaltenen Hotel „Kronasar“ auf einen Schlag dazu. Die waren schon im ersten Sommer fast durchgehend belegt.

„Das wird nicht das letzte Hotel sein, das hier entstanden ist“, ist sich Unternehmer Mack daher sicher. Dass der Diplom-Hotelier schon wieder Ausbaupläne hegt, liegt nicht zuletzt an dem gewaltigen Spaßbad, das die Familie Mack kurz vor Weihnachten eröffnete.

Mit dem 200 Millionen Euro teuren Komplex will sie die Hotels auch außerhalb der Öffnungszeiten des Parks im Winter besser auslasten sowie Gäste von weiter her anlocken. Und: Die Familie möchte dafür sorgen, dass die Gäste zwei Nächte bleiben, bisher sind es im Schnitt nur 1,4 Übernachtungen.

Vater Roland Mack, 70, war es, der vor 20 Jahren in das erste eigene Hotel investierte. Notgedrungen, denn von den großen Ketten wollte sich damals keine im abgelegenen Rust engagieren, noch dazu in einem Geschäft, das nur im Sommer läuft. Also kümmerte sich Mack selbst um die Unterbringung. Die Hotels waren aus seiner Sicht nötig, um Besucher zu längeren Aufenthalten zu bewegen und gleichzeitig auch im Winter und bei schlechtem Wetter den Betrieb am Laufen zu halten.

Wichtige Rolle der Kinder

Das Kalkül ging auf – nicht zuletzt, weil inzwischen viele Firmen ihre Belegschaft in Rust versammeln. Mehrere Tausend Betten an einem Ort, das kann sonst fast niemand in Deutschland bieten. Patriarch Roland Mack leitet zwar den Europapark nach wie vor. Aber seine Kinder spielen eine entscheidende Rolle.

Sohn Thomas ist für Kost und Logis zuständig, Michael für den Park selbst und „Rulantica“, die neue Badewelt. Auch Tochter Ann-Kathrin ist im Familienbetrieb tätig. Die Macks seien schon lange Vorreiter im Gastgewerbe, meint Tourismusexperte Axel Gruner, Professor an der Hochschule München.

„Familie Mack gehörte in Europa zu den Ersten, die vor über 40 Jahren den Trend zum Eskapismus, das heißt der Flucht aus dem privaten und beruflichen Alltag im Freizeitbereich, erkannten.“ Sie zählten mit ihren Themenhotels zu den weltweit erfolgreichsten Hotelbetreibern. Und nicht nur das: Mit dem „Ammolite“ betreibt Thomas Mack in einem der Hotels sogar ein mit zwei Sternen gekröntes Nobelrestaurant.

Längst hat Mack bei seinen Ausbauplänen nicht mehr nur Disneyland im Blick oder das Phantasialand. „Unser Mitbewerber ist eher Mallorca denn ein anderer Freizeitpark“, sagt der Absolvent der Schweizer Hotelfachschule in Luzern. 2007 stieg Mack als Prokurist in die Firma ein.

Fast jeden Tag eine Veranstaltung

Seit 2016 ist der verheiratete Vater von zwei kleinen Kindern als geschäftsführender Gesellschafter für Hotels, Gastronomie sowie das Marketing zuständig. Um die Leute rund ums Jahr in die badische Provinz zu holen, organisieren Macks Mitarbeiter fast jeden Tag eine Veranstaltung – ob die Achterbahnen nun laufen oder nicht. Momentan lädt er die Gäste Abend für Abend zu einer opulenten Dinnershow.

Wann die Bagger wieder anrücken werden, sei noch offen, meint Mack. Fest stehe nur, dass es erst einmal beim skandinavischen Stil bleibe für die nächste Hotelerweiterung. An einem weiteren Ausbau lässt der schlanke, sportliche Mann jedoch keinen Zweifel: „Unser Unternehmen ist schon immer Stück für Stück gewachsen.“

Mit jedem Neubau steigen aber auch die Distanzen. Vielleicht, sinniert Mack, könnten die Besucher künftig mit Booten von Haus zu Haus fahren. Schließlich haben sich die Macks noch nie gescheut, neue, ungewöhnliche Wege zu gehen.

Mehr: Zwei Jahrzehnte hat der Eigner des Europa-Parks das Freizeitbad „Rulantica“ geplant. Im November hat Roland Mack den Komplex eröffnet.

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