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Thomas Schmidt Verkauf der Metro-Aktien verschafft dem Haniel-Chef neue Möglichkeiten

Rund 867 Millionen Euro nimmt der Familienkonzern mit dem Anteilsverkauf ein. Thomas Schmidt könnte das Geld nutzen, um das Portfolio auszubauen.
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„Wir realisieren einen attraktiven Wert“, sagt der Haniel-Chef. Quelle: Haniel
Thomas Schmidt

„Wir realisieren einen attraktiven Wert“, sagt der Haniel-Chef.

(Foto: Haniel)

Düsseldorf Genau eine Woche hat der neue Haniel-Chef Thomas Schmidt benötigt, um das Angebot von Daniel Kretinskys EP Global Commerce an die Metro-Aktionäre anzunehmen. Lange überlegen musste er nicht. Für die fast 55 Millionen Aktien bekommt Schmidt rund 876 Millionen Euro, das sind 16 Euro pro Aktie. Und der erst seit dem 1. Juli amtierende Vorstandschef des 1756 gegründeten Familienunternehmens kann damit etwas anfangen.

Seine Aufgabe ist groß. Nachdem sein Vorgänger als Haniel-Chef, Stephan Gemkow, das Unternehmen solide aufgestellt und diversifiziert hat, ist Schmidts Aufgabe eine Vorwärts- und Wachstumsstrategie.
Dem tschechischen Milliardär Kretinsky erweist Schmidt damit einen großen Dienst. Denn bislang hat dieser zumindest öffentlich viel Kritik für sein Angebot bekommen.

Metro-Vorstandschef Olaf Koch bezeichnete es in einer ersten Bewertung als zu niedrig. Ähnlich denkt die Schutzvereinigung der Kleinaktionäre – und dem Vernehmen nach auch andere Metro-Großinvestoren. Haniel hingegen schreibt in seiner Mitteilung am Donnerstag, dass der Kaufpreis den Erwartungen Haniels entspricht.

Das verwundert nicht. Denn Kretinsky verfügte, nachdem er bereits 7,3 Prozent der Metro-Aktien von Haniel im vergangenen Sommer erworben hatte, über eine Call-Option bei Haniel, die verbliebenen 15,2 Prozent ebenfalls von Haniel zu erwerben. Diese Call-Option ist noch nicht ausgelaufen. So hatte Kretinsky Zeit gewonnen, eine komplette Übernahme vorzubereiten. Allerdings wird so eine Call-Option üblicherweise auch bepreist.

Kurzum, Haniel bekommt auf seine Aktien noch etwas Geld für die Call-Option obendrauf. Wie viel das sein wird, wird man zum Teil bei der Vorlage der Halbjahreszahlen sehen können. Bislang ist die Call-Option aber nur geparkt. Erreicht Kretinsky seine gesetzte Schwelle von 67,5 Prozent am 7. August nicht, könnte sie also noch mal zum Tragen kommen.

Schmidt jedenfalls hält das Übernahmeangebot für fair. Er will das gesamte an der Metro gehaltene Aktienpaket und damit „einen attraktiven Wert realisieren“. Der 47-Jährige hat große Pläne: Er will das Portfolio des Haniel-Konzerns verbreitern.

Die Anzahl der Portfoliofirmen soll von sechs auf zehn steigen. Bislang sind es der Hygiene- und Arbeitsbekleidungsspezialist CWS, der Schrotthändler und Recyclingspezialist ELG, der Matratzenbezughersteller Bekaert Deslee, der Büromaterialversender Takkt, der Maschinenbauer Rovema und der Fischverarbeitungsspezialist Optimar.

Mehr: „Geradezu fahrlässig interpretierte Zuschreibung“: Der Verband widerspricht dem Vorwurf des IWF, Familienunternehmen seien der Quell für steigende Ungleichheit in Deutschland.

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