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Till Reuter Ex-Kuka-Chef wird Aufsichtsrat der Theo-Müller-Gruppe

Der ehemalige Chef des Roboterbauers verstärkt das Kontrollgremium des verschwiegenen Molkereiunternehmens. Er ist ein Spezialist für Expansion.
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Der ehemalige Kuka-Chef überwacht künftig die Molkereigruppe Müller. Quelle: dpa
Till Reuter

Der ehemalige Kuka-Chef überwacht künftig die Molkereigruppe Müller.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Unternehmer Theo Müller hat einen neuen Aufsichtsrat für seine Molkerei-Gruppe gefunden. Es ist Till Reuter, der ehemalige Chef des Roboterherstellers Kuka. Das „Manager-Magazin“ berichtete, dass der 51-Jährige bereits im September den Vorsitz im Aufsichtsrat der Unternehmensgruppe Theo Müller (UTM) übernommen hat. Ein Sprecher der Gruppe wollte auf Anfrage des Handelsblatts jedoch lediglich bestätigen: „Herr Reuter ist bei uns im Aufsichtsrat.“

Reuter tritt im Reich von Patriarch Theo Müller kein leichtes Amt an. Bis Ende 2018 stand der charismatische Heiner Kamps an der Spitze des Aufsichtsrats. Der hatte von Mitte 2011 bis 2015 als Vorstandschef den Umsatz der Molkerei-Gruppe (Müller-Milch, Homann, Weihenstephan) von etwa zwei Milliarden Euro auf mehr als fünf Milliarden Euro gesteigert. Kamps, Gründer der Bäckereikette Kamps, will sich nun wieder als Unternehmer in der Backbranche engagieren. „Wer es so lange mit und neben Theo Müller aushält, der muss schon ziemlich robust, aber auch professionell sein“, sagt ein Branchenkenner über Heiner Kamps.

Kamps Nachfolger, Ex-Danone-Manager Thomas Kunz, hielt sich nur kurz im Amt. Nach nicht einmal fünf Monaten gab er im Mai den Vorsitz des Aufsichtsrats wieder ab. Inzwischen hat er das Unternehmen verlassen, bestätigte ein Sprecher.

Für Till Reuter ist die Lebensmittelbranche Neuland. Der Jurist und Betriebswirt versteht sich aber auf Expansion. Er hatte den deutschen Roboterbauer aus Augsburg zu einem attraktiven Übernahmekandidaten gemacht. Der chinesische Hausgerätehersteller Midea legte 2016 mehr als vier Milliarden Euro für Kuka hin. Nach der Übernahme, die die Bundesregierung verhindern wollte, blieb Reuter bei Kuka, doch die Margen bröckelten.

Dem ehemaligen Investmentbanker wurde immer wieder vorgeworfen, er wolle nur den großen Deal. Um zu zeigen, wie er an Kuka hängt, lud er zu seinem Abschied Ende 2018 die gesamte Belegschaft zum Eishockey-Match in Augsburg ein.

Reuter wacht nun über ein größeres Unternehmen als bei Kuka. Die Theo-Müller-Gruppe mit 24.000 Mitarbeitern macht mit 5,9 Milliarden Euro fast doppelt so viel Umsatz wie der Roboterbauer. Das verschwiegene Familienunternehmen ist bekannt dafür, dass sich das Personalkarussell beständig dreht. Seit April 2018 ist Werner Stegmüller CEO der Gruppe.

Er übernahm im September zusätzlich den Aufsichtsratsvorsitz bei der kriselnden Tochter Feinkost Homann. Bei Homann waren CEO Sönke Renk und COO Jan-Henrik Rutsch überraschend gegangen. Nicht nur mit Till Reuter im Aufsichtsrat, auch mit Marcus Almeling als CFO und Hansjörg Herrmann als COO hat auch die Theo-Müller-Gruppe viele neue Köpfe bekommen.

Mehr: Durch die niedrigen Milchpreise ist der Umsatz einer der größten Lebensmittellieferanten gesunken.

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