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Übernahme von White Wall Warum Fotodienstleister Cewe für 30 Millionen Euro zukauft

Cewe ist europaweit bekannt für Fotobücher. Die Oldenburger steigen überraschend ins Premiumgeschäft ein und übernehmen einen Spezialisten für Galeriefotos.
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Der Spezialist für hochwertige Wandbilder und Galeriefotos gehört künftig zu Cewe. Quelle: PR
White-Wall-Laden in Berlin

Der Spezialist für hochwertige Wandbilder und Galeriefotos gehört künftig zu Cewe.

(Foto: PR)

Düsseldorf Fotodienstleister Cewe aus Oldenburg setzt seine Einkaufstour fort: Nach der französischen Foto-App Cheerz, DeinDesign für individualisierte Handyhüllen und der Onlinedruckerei Laserline aus Berlin übernimmt das SDax-Unternehmen nun den deutschen Wandbild-Spezialisten White Wall. Stimmen die Kartellbehörden zu, will Cewe 30 Millionen Euro für White Wall zahlen.

Die Überraschung in der Fotobranche ist groß, gilt White Wall doch als absoluter Premiumanbieter. Er versorgt Fotografen, Museen und Galerien weltweit mit großformatigen Wandbildern. Mehr als 20.000 Profifotografen zählt White Wall zu seinen Kunden. Cewe dagegen bedient vornehmlich Hobbyfotografen mit hochwertigen Fotobüchern und Abzügen.
Cewe-Vorstandschef Christian Friege begründet den Zukauf folgendermaßen: „Die Akquisition von White Wall passt hervorragend zu unserem Markenportfolio und dem Premium-Anspruch der Cewe-Gruppe.“ White Wall zeige eine beeindruckende Markenentwicklung und liefere überragende Qualität im gehobenen Premium-Bereich. Cewe will mit dem Zukauf die Marktposition der gesamten Gruppe stärken.

Der Umsatz des SDax-Konzerns mit 3800 Mitarbeitern legte 2018 um neun Prozent auf 653 Millionen Euro zu. Das operative Ergebnis wuchs ähnlich stark auf 53,7 Millionen Euro. „Das Geschäftsmodell von Cewe funktioniert“, konstatiert Christoph Schlienkamp, Analyst vom Bankhaus Lampe. Die Aktionäre goutierten den Zukauf von White Wall. Der Kurs von Europas größtem Fotodienstleister stieg zuletzt um 4,6 Prozent auf 84,2 Euro.

White Wall soll als eigenständige Marke mit eigener Produktion weitergeführt werden, versicherte Friege. Mit dem Kauf werden auch die rund 170 Mitarbeiter bei White Wall an den Standorten Berlin und Frechen sowie in den vier eigenen Läden in Düsseldorf, München, Hamburg und Berlin übernommen. Auch die Shop-in-Shop-Konzepte von White Wall in Lumas-Galerien in New York, Wien, Zürich, Köln, Frankfurt und Paris sollen weiterbestehen.

Bisher gehörte der Premiumanbieter, der vor zehn Jahren gegründet und von internationalen Fotomagazinen als „Best Photo Lab Worldwide“ ausgezeichnet wurde, zur Avenso GmbH. Dazu zählt auch Lumas, das kuratierte Kunst-Wandbilder weltweit vertreibt. Lumas wird von Cewe nicht übernommen. „Wir sind keine Kunsthändler“, hieß es zur Begründung. Lumas sei nun von den Gründern Marc Ullrich und Stefanie Harig zurückgekauft worden, teilte Cewe mit. Die Wandbilder für Galerien und Museen will Lumas weiterhin bei White Wall fertigen lassen.
Avenso, der Mutterkonzern von Lumas und White Wall, gehörte seit 2013 dem schwedischen Finanzinvestor EQT. Der wollte sein Investment nun gewinnbringend verkaufen. „Es ist ein Vorteil, seine Heimat künftig in einem Unternehmen und nicht mehr bei einem Finanzinvestor zu haben“, zeigte sich Alexander Nieswandt, Mitgründer von White Wall, erleichtert. Er bleibt in der Geschäftsführung und wird künftig von Thomas Alscheid von Cewe unterstützt.
„Ich freue mich sehr, dass wir mit dem europäischen Marktführer Cewe als Partner und Eigentümer die Möglichkeit haben, White Wall als Premiummarke weiter auszubauen“, so Nieswandt. Mit der Übernahme durch Cewe erhofft er sich Stabilität. „Wir hatten viele Geschäftsführer in den letzten Jahren. Nun schauen wir nach vorne.“

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