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Übertragung von Amateurspielen DFB kooperiert mit Streaming-Start-up Soccerwatch

Der Deutsche Fußball-Bund hat eine Partnerschaft mit dem Streaming-Start-up Soccerwatch vereinbart. Die Gründer wollen zum Marktführer bei Amateur-Übertragungen werden.
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Soccerwatch: DFB kooperiert mit Streaming-Start-up Quelle: Soccerwatch
Soccerwatch-Gründer

Georg Moser (l.) und Jan Taube präsentieren eine ihrer Kameras, die dem Geschehen auf dem Platz automatisch folgen und auch Tore erkennen.

(Foto: Soccerwatch)

DüsseldorfFür das Essener Start-up ist es ein Meilenstein: Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wird fünf Jahre lang mit Soccerwatch kooperieren. Das Unternehmen, vor drei Jahren vom Maschinenbauer Georg Moser, dem ehemaligen Eishockey-Profi Jan Taube und fünf weiteren Geschäftspartnern gegründet, erhöht damit drastisch seine Reichweite.

Kern von Soccerwatch ist die Digitalisierung des Amateurfußballs. Auf der Webseite Soccerwatch.tv werden Spiele aus den unteren Ligen live übertragen und sind später in der Mediathek abrufbar, auch als Highlight-Clip.

Das automatisierte Kamerasystem, das auf Künstlicher Intelligenz (KI) basiert, können die Vereine kaufen und bei sich an den Flutlichtmasten installieren lassen. Dank digitaler Werbeflächen, die an regionale Sponsoren vermarktet werden, ist es den Vereinen auch möglich, sofort Einnahmen zu generieren. Soccerwatch beteiligt die Clubs mit 50 Prozent der Werbeerlöse. 180 Spiele werden durchschnittlich pro Wochenende gestreamt.

Bisher ist die Firma vor allem in NRW stark präsent. Das soll sich nun ändern: Der DFB verlinkt künftig auf seiner Webseite fussball.de auf die Live-Spiele bei Soccerwatch – dort werden Spieldaten der deutschen Amateurligen zusammengetragen. „Dies wird uns unserem Ziel näherbringen, am Jahresende 1000 Kamerasysteme an Fußballplätzen in ganz Deutschland installiert zu haben“, sagt Gründer Taube.

Soccerwatch will dadurch bundesweit zur Nummer eins von Amateur-Sportübertragungen werden. Bisher hat die Kölner Konkurrenz von Sporttotal die Nase vorn, mit mehr als 450 installierten Kamerasystemen. Auch weil der DFB schon länger mit Sporttotal kooperiert. Nun herrscht im Wettkampf um die Rasenbilder wieder so etwas wie Chancengleichheit.

Im März will Soccerwatch obendrein mit einer neuen Kamerageneration auf den Markt kommen. Sie bietet den Vereinen künftig eine auf KI gestützte Analysefunktion, die es bisher nur Profibereich gibt und dementsprechend teuer ist. Die Clubs können damit etwa auf Daten wie Kilometerleistungen und Zweikampfbilanzen zurückgreifen.

Für das neue System liegen Soccerwatch bereits Anfragen von mehr als 1400 Vereinen vor. In vielen Städten tragen Sponsoren die Kosten für die Kameras – das System kostet 3599 Euro. 

Mehrere Millionen Euro sind schon in das Start-up geflossen. Größter Investor ist der IT-Dienstleister Adesso mit knapp einem Drittel der Anteile. Fußball soll indes nur der Anfang sein: Seit Kurzem ist auch in der Eishalle der Düsseldorfer EG eine Kamera installiert. Auf lange Sicht will Taube das Business auf andere Sportarten ausdehnen. Auch Handball, Basketball, Volleyball oder Football kommen infrage.

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