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Ulrich Schrickel Autozulieferer Brose wechselt den Chef aus

Das Ergebnis des fränkischen Unternehmens ist zuletzt eingebrochen. Nun wollen die Eigentümer Brose mit einem Chefwechsel neu ausrichten.
03.12.2019 Update: 03.12.2019 - 16:52 Uhr Kommentieren
Der Manager soll Brose zurück in die Erfolgsspur bringen. Quelle: Brose
Ulrich Schrickel

Der Manager soll Brose zurück in die Erfolgsspur bringen.

(Foto: Brose)

Stuttgart Der fränkische Autozulieferer Brose tauscht schon nach zwei Jahren seinen Chef aus. Zum Jahreswechsel übernimmt Ulrich Schrickel die Geschäftsführung von Kurt Sauernheimer, der nach 32 Jahren bei Brose mit 60 Jahren in den Ruhestand geht. Das teilte das Coburger Familienunternehmen am Dienstag mit.

Der 53-jährige Maschinenbauer war erst im August von Bosch zu Brose gekommen, wo er seither für die größte Sparte, den Bereich Tür, zuständig ist und das seit Oktober laufende Sanierungsprogramm leitete. Damit kommt es wohl früher als erwartet zu dem Wechsel.

Schrickel leitete bei Bosch Fertigungen in Tschechien und Italien, das zentrale Qualitätsmanagement, die Geschäftseinheit Getriebesteuerung und war zuletzt Mitglied des Bereichsvorstands Automotive Electronics. Damit war er schon sehr weit oben in der Bosch-Hierarchie. Eine solche Karriere gibt man in der Regel nur auf, wenn bei einem Wechsel die Option auf einen Chefposten besteht.

Brose ist nach ZF der zweite große Autozulieferer mit einem ehemaligen Bosch-Manager an der Spitze. So wechselte Wolf-Henning Scheider als Chef der Automotive-Sparte von Bosch zunächst 2015 auf den Chefposten von Mahle und dann im Frühjahr 2018 an die ZF-Spitze.

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    Im Oktober hatte Brose angekündigt, in Deutschland 2000 der 9000 Stellen im Bereich Autotüren und Sitze zu streichen. Sauernheimer hatte über „massive Ergebniseinbrüche“ in China und Preisdruck geklagt. Der Umsatz stagniert in diesem Jahr bei 6,3 Milliarden Euro. Miteigentümer Michael Stoschek, 71, hatte in einem Interview „schnelle, klare, auch mutige Entscheidungen vermisst“ und zu viel Bürokratie bemängelt. Die Geschäftsführung wisse, „dass einiges aus dem Ruder gelaufen ist“.

    Dass es jetzt ein Manager aus dem Bosch-Konzern richten soll, ist durchaus pikant: Als Brose vor Jahren die Sparte Schließsysteme von Bosch übernahm, mokierte sich Stoschek über die träge Bosch-Bürokratie und darüber, dass er die Neuen erst auf Brose-Speed bringen müsse.

    Mehr: Kurzarbeit und Weiterbildung helfen der Autoindustrie jetzt wenig. Unternehmen und Arbeitnehmer brauchen innovative Ansätze, und zwar gemeinsame.

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