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US-Start-up Light Leica investiert in Kamera mit 16 Augen

Der Kamerabauer steigt mit Softbank beim Newcomer Light ein. Das US-Start-up will mit seiner Kamera Maschinen wie Menschen sehen lassen.
21.07.2018 - 19:55 Uhr Kommentieren
Die Kamera kann mit 16 Objektiven und spezieller Software viele verschiedene Aufnahmen zu einem vielschichtigen, dreidimensionalen Bild zusammenführen.
Light-L16

Die Kamera kann mit 16 Objektiven und spezieller Software viele verschiedene Aufnahmen zu einem vielschichtigen, dreidimensionalen Bild zusammenführen.

Düsseldorf Der traditionsreiche deutsche Kamerahersteller Leica setzt auf innovative Start-ups. Zusammen mit dem finanzkräftigen Softbank Vision Fund fördert das Wetzlarer Familienunternehmen den jungen US-Kamerahersteller Light. Das 2013 in Palo Alto gegründete Start-up hat eine Kamera mit 16 Augen entwickelt. Zu den bisherigen Investoren zählt etwa GV (ehemals Google Ventures).

Die Finanzierungsrunde für Light, angeführt vom japanischen Softbank Vision Fonds, umfasst satte 121 Millionen Dollar. Wie hoch der Anteil von Leica ist, wurde nicht bekannt. Der japanische Tech-Unternehmer und Multimilliardär Masayoshi Son will über seinen Fonds in den nächsten Jahren 100 Milliarden Dollar in Start-ups investieren. Auswahlkriterium: Sie entwickeln Schlüsseltechnologien für die Zukunft der Menschheit.

Leica-Eigentümer und Aufsichtsratschef Andreas Kaufmann begründet das Investment so: Die Partnerschaft mit den Innovatoren von Light stelle sicher, Leicas Exzellenz mit seiner langen Tradition bei der Digitalfotografie auch ins Zeitalter der computergestützten Fotografie auszuweiten.

Light ist ein Pionier. Die Kamera L16 mit 16 Objektiven kann mit spezieller Software viele verschiedene Aufnahmen zu einem vielschichtigen, dreidimensionalen Bild zusammenführen. Mit der Finanzspritze will Light seine Kameras, die bislang zum Fotografieren konzipiert waren, weiterentwickeln für ganz neue Bereiche.

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    Die innovative Kamera-Technik soll Maschinen ermöglichen, wie Menschen zu sehen. Im Auge haben die Gründer Robotik, Drohnen, Sicherheit, Automobil, Luftfahrt und industrielle Bildverarbeitung.

    Chancen sieht Light künftig vor allem im autonomen Fahren. Auf diese Idee habe sie Masayoshi Son erst gebracht, erzählte Light-Chef David Grannan dem Magazin „Forbes“. Die Kameratechnologie von Light soll leichter und preisgünstiger sein als etwa Lidar. Diese Sensortechnik benutzt Laserstrahlen zur optischen Abstands- und Geschwindigkeitsmessung.

    Derweil will Grannan noch in diesem Jahr das erste Smartphone bestückt mit Light-Kameras auf den Markt bringen – weltweit. Welcher Mobiltelefonhersteller als Partner fungiert, behält Grannan vorerst für sich. Der chinesische Auftragshersteller Foxconn, der unter anderem für Apple iPhones baut, ist seit 2015 Lizenznehmer von Light. Nach Informationen des „Wall Street Journal“ soll das Light Smartphone neun separate Kameras auf der Rückseite haben.

    Auch Leica ist auf diesem Feld aktiv. Leica selbst bestückt für den chinesischen Hersteller Huawei Smartphones mit bis zu drei Kameras. Auch Leica-Eigner Kaufmann, der für das Traditionshaus einen erneuten Börsengang in Erwägung zieht, liebäugelt seit längerem mit einem eigenen „Leica-Phone“.

    „Noch ist es ein Wunschtraum, aber mit einer Tendenz, doch tatsächlich Realität zu werden“, sagte der Aufsichtsratschef kürzlich dem Handelsblatt. Die Beteiligung von Leica an Light mit seiner innovativen Technik könnte helfen, Kaufmanns Wunschträume noch eher Wirklichkeit werden lassen.

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