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Victoria Noack Diese Studentin startet die Nahrungsmittel-App HealthMe

Mit ihrer HealthMe-App will die Studentin Menschen mit Unverträglichkeiten beim Einkaufen helfen. Auch Speisen in Restaurants sollen erfasst werden.
16.07.2020 - 03:55 Uhr Kommentieren
Mit ihrer neuen App will die Studentin Menschen mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten das Leben einfacher machen. Quelle: HealthMe
Jungunternehmerin Victoria Noack

Mit ihrer neuen App will die Studentin Menschen mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten das Leben einfacher machen.

(Foto: HealthMe)

Frankfurt Auf die Frage hat Victoria Noack gewartet. Was ihre App besser könne als die anderen Allergie-Apps? „Bei HealthMe kann der Nutzer seine persönlichen Unverträglichkeiten eingeben, aufbauend darauf erhält er sekundenschnell die Information, ob das Produkt für ihn verträglich ist. Wenn nicht, bekommt er direkt eine Alternativempfehlung angezeigt“, nennt die 24-Jährige ein Beispiel.

Zudem arbeite die App mit einer breiteren Datenbank zusammen, die vier Millionen Produkte enthalte. „Die umfangreichen Informationen und Funktionen in der Datenbank machen es auch möglich, Rezepte zu analysieren.“

Der Studentin, die in Heidelberg geboren wurde und derzeit in Innsbruck am Management Center ihren Master of Arts in International Business & Management vorbereitet, kam die Idee 2017. Eine Freundin mit zahlreichen Nahrungsmittelunverträglichkeiten war der Auslöser. In diesen Tagen soll die App starten. Mit dem Smartphone soll dann der Barcode eines Produkts gescannt werden können – und die App sagt, ob man die Inhaltsstoffe verträgt oder nicht.

Nach einer einwöchigen kostenlosen Testphase werden 3,49 Euro pro Jahr fällig. Eine kostenlose Nutzung ist nicht möglich. Die Datenbank stellt das Karlsruher Unternehmen Better Life zur Verfügung, ein Spezialist für Daten rund um das Thema Nahrungsmittel. Dort fließen unter anderem die Informationen von der Lebensmittel-App Code-Check ein, die es nicht kostenlos gibt.

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    Dass es fast drei Jahre dauern würde, bis die App fertiggestellt ist, hatte Noack nicht erwartet. Eine Hürde war die Entwicklung. „Würde man damit einen Dienstleister beauftragen, kostet das 350.000 Euro. Die hatte ich aber nicht.“ Schließlich half Christian Riesenberger, Business Angel und CEO von Better Life, mit Kontakten in der Ukraine, wo die Programmierung der Schnittstelle zur Datenbank 30.000 Euro kostete.

    Die hat Noack aus der eigenen Tasche bezahlt, unterstützt von ihren Eltern. Denn einen Financier zu finden, gelang ihr nicht. Ihr Geschäftsmodell ist technisch ausgerichtet, fällt aber mit dem Fokus auf Nahrungsmittel bei den eher technologieorientierten Risikokapitalgebern durch. Geldgebern, die sich auf Nahrungsmittel-Dienste konzentrieren, ist HealthMe wiederum zu technisch.

    Bürokratie erschwerte die Gründung

    „Noch größer als das Problem der Finanzierung war allerdings die Bürokratie“, berichtet Noack. Zig Anläufe waren nötig, einen Namen zu finden, der nicht schon besetzt ist. Am Ende wurde es „Declareme“. Hinzu kamen Forderungen wie die nach einer Umsatzprognose mit Steuervorauszahlung oder die IHK-Mitgliedschaft. Etwa 5000 Euro wurden in den ersten Wochen fällig. „Im Grunde hätte ich sofort wieder Insolvenz anmelden müssen, denn meine Einlage betrug 100 Euro, weil ich es nicht besser wusste“, so Noack.

    Jetzt gilt es, die Nutzer zu überzeugen. Einfach wird das nicht. Es gibt einiges an Wettbewerb. Die App „Frag Ingrid“ speist sich aus den anonymisierten Daten der Nutzer. Ähnlich geht die App „All I can eat“ vor.

    Hinzu kommen spezialisierte und kostenpflichtige Apps, die sich etwa um durch Allergien ausgelöste Darmbeschwerden (Cara Care) oder das Problem mit den Histaminen (Histamin, Fructose & Co) kümmern. Am meisten ähnelt Code-Check dem Ansatz von HealthMe. Auch diese App erlaubt in gewissem Umfang eine Personalisierung, finanziert sich allerdings über Werbung.

    „Code-Check ist eine gute App. Ich hoffe, dass HealthMe eine interessante Weiterentwicklung für die Nutzer ist“, gibt sich Noack selbstbewusst. Und schmiedet schon weitere Pläne: „Das nächste Ziel ist es, das Profil um Krankheitsbilder zu erweitern, um diese in Zukunft auch in der Auswertung zu berücksichtigen.“ Danach wolle man sich um die Deklaration von unverpackten Lebensmitteln in der Gastronomie kümmern.

    Mehr: Dieses Start-up entwickelt Steaks aus dem 3D-Drucker.

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