Weinhändler Götz Karphofer Cabernet statt Cannabis

Der Wahlbeiruter Götz Karphofer will libanesische Tropfen groß rausbringen und mit Traditionsnationen wie Frankreich und Italien konkurrieren. In seinem Portfolio: Ein Weingut, auf dem Bauern einst Hanf pflanzten.
Bioweine aus dem früheren Bürgerkriegsland. Quelle: Jacob Russell / dpa für Handelsblatt
Götz Karphofer

Bioweine aus dem früheren Bürgerkriegsland.

(Foto: Jacob Russell / dpa für Handelsblatt)

Deir el AhmarGötz Karphofer schüttelt den Kopf. Was die libanesischen Industriegüter zusammenrühren, hat für ihn wenig mit gutem Wein zu tun. „Die produzieren keine eigenen Trauben, sondern kaufen massenweise extern ein. Dann kippen sie jede Menge Sulfite in ihren Wein, um ihn zu stabilisieren. Das kann Kopfschmerzen bereiten“, sagt der studierte Sommelier. Wie ein Einheimischer lenkt der gebürtige Hamburger seinen Wagen über die Landstraße, die sich von Beirut hinauf ins Libanon-Gebirge schlängelt. Vorbei an Dreckschleudern, die gern über mehrere Fahrbahnstreifen gleichzeitig knattern. Stets auf der Suche nach der nächsten Lücke. 

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