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Fitness Sind Sie ein Tofi?

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Der gläserne Mensch
Die größten Fitness-Ketten Deutschlands
10. Platz: FitX
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Bei der Fitnesskette FitX trainieren immerhin 70.000 Menschen deutschlandweit ihre Körper. Somit ist die Kette laut einer Studie zur Reichweite deutscher Fitnessstudios der Unternehmensberatung Edelhelfer erstmals unter den Top Ten der deutschen Fitnessstudios. Insgesamt trainieren laut der Studie 2,8 Millionen der insgesamt 8,6 Millionen deutschen Fitnessstudiobesucher bei den zehn mitgliederstärksten Studios – es zeichnet sich also eine Marktkonzentration ab.

(Foto: Picture Alliance)
9. Platz: Fitness King
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Situps im Fitnessstudio: Beim selbst ernannten Fitness König, ebenfalls ein Newcomer innerhalb der Top Ten, bringen sich bislang 79.000 Menschen deutschlandweit in Form.

(Foto: Picture Alliance)
8. Platz: Pfitzenmeier
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Rauf aufs Laufband: Bei Pfitzenmeier laufen 105.000 Menschen um die Wette, für die sehr regional auf das Rhein-Main-Gebiet ausgerichtete Kette eine erstaunlich hohe Zahl.

(Foto: picture alliance)
7. Platz: Easyfitness
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Schwere Hanteln, unkompliziertes Training: Fitnesstraining soll insbesondere einfach und spaßig sein. Easyfitness konnte mit der Werbestrategie immerhin 120.000 Menschen als Mitglieder werben.

(Foto: picture alliance)
6. Platz: Mrs. Sporty
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Die Fitnesskette „Mrs. Sporty“ ist besonders auf die Bedürfnisse von Frauen ausgelegt: 145.000 Personen vertrauen deutschlandweit auf das Konzept des Unternehmens.

(Foto: Picture Alliance)
5. Platz: Injoy
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Der Schauspieler Heiner Lauterbach am Stand der Fitnesskette Injoy auf der Messe Fibo (Internationale Messe für Fitness, Wellness und Gesundheit) in Köln: Bei Injoy haben 206.000 Deutsche einen Mitgliedsvertrag abgeschlossen und versuchen dort, ihren Körper in Form zu bringen.

(Foto: dpa)
4. Platz: Kieser Training
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Regelmäßiges Fitnesstraining ist gut für die Gelenke: Beim Kieser Training sind 236.000 Deutsche mit von der Partie. Besonders Personen mit Rückenproblemen oder dem Wunsch, diese frühzeitig vorzubeugen, gehen zu der Kette, die mit ihrer Expertise in diesem Bereich wirbt.

(Foto: PR)

Auf dem Bildschirm erscheint ein Längsschnitt meines Körpers, Muskeln und Fett sind farblich markiert. Zuerst die gute Nachricht: Der Fettanteil liegt für mein Alter im grünen Bereich. Mein Taillenumfang wird gemessen: kein Bauchfett, das als besonders ungesund gilt. Ich bin erleichtert.

Dann die weniger gute Nachricht: Mit meiner Muskelmasse hapert es. Lediglich das linke Sprungbein ist kräftig genug. Die Arme – viel zu schlapp. „Sie sind Rechtshänderin. Stimmt’s?“, fragt Frederik Vogel. Auch das kann das Gerät erkennen, denn an diesem Arm sind die Muskeln stärker ausgebildet. Dass mein Fitnesskurs und das Tennistraining zwei Monate Ferien hatten, gilt nicht als Entschuldigung. Etwa zwei Kilo Muskelmasse sollte ich noch aufbauen. Dann entspreche ich zumindest dem kaukasischen Soll.

Und noch eins entlarvt die Maschine: Ich habe viel zu wenig getrunken. Kein Wunder nach mehr als vier Stunden Zugfahrt und zwei langen Interviews am Stück. Etwa 1200 kcal müsste ich pro Tag zu mir nehmen, um mein Gewicht zu halten, wenn ich den ganzen Tag unbeweglich im Bett liege. Gilt das auch, wenn ich am Schreibtisch sitze? Vielleicht sollte ich mir einen Stehpult anschaffen? Oder statt mittags in der Kantine zu sitzen lieber mit einem Eiweißshake durch den Park laufen?

Doch insgesamt kann ich aufatmen – meine Vitalwerte sind in bester Ordnung. Die Messung des Zellwiderstands hat ergeben, dass meine Zellen vital und gesund sind. Die Vogels raten mir zu Training mit Gewichten, weniger zu Ausdauersport.

„Derartige Geräte werden in Zukunft im Leistungssport oder auch in Premium-Fitnessketten Standard sein“, meint Robert Marshall, stellvertretender Mannschaftsarzt des Bundesligisten HSV. „Beim HSV messen wir die Spieler regelmäßig mit dieser Technik aus.“ Die Analyse helfe, Patienten und Sportler zu motivieren. Außerdem objektivierten BIA-Waagen die körperliche Verfassung. Marshall: „Athleten können sagen, sie fühlen sich fit. Aber die Messung des Zellwiderstands zeigt etwas anderes.“ Über diesen Messwert ließen sich direkte Rückschlüsse gewinnen, wie Training, Trink- und Schlafgewohnheiten verändert werden müssten. „Damit haben wir die Hoffnung, in Zukunft durch rechtzeitige Veränderungen des Lebensstils Verletzungs- und Infektanfälligkeiten zu reduzieren“, sagt der Sportmediziner.

Seca-Co-Chef Robert Vogel jedenfalls ist nach der niederschmetternden Analyse seines Geräts zum Sportjunkie geworden. „Vorher war ich eher dicklich. Jetzt gehe ich jeden Morgen um sechs Uhr trainieren.“ Für seinen jüngeren Bruder Frederik ist das nichts: „Ich bin nun mal kein Frühaufsteher.“ Obwohl er sehr schlank ist, sind seine Vitalwerte eher mau. „Zu wenig Muskelmasse eben.“ Auch die meisten der 500 Seca-Mitarbeiter haben das neue Gerät getestet. Die Folge: „Seitdem wir die BIA-Waage haben, treiben unsere Leute viel mehr Sport.“

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2 Kommentare zu "Fitness: Sind Sie ein Tofi?"

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