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Führungswechsel bei Ritter Sport „Ich sehe meine Mission als erfüllt an“

Zäsur beim Familienunternehmen Ritter Sport: Alfred T. Ritter gibt sein Amt als Geschäftsführer auf und wechselt in den Beirat. Ein familienfremder Manager hat künftig das Sagen bei dem schwäbischen Süßwarenfabrikanten.
Update: 07.11.2014 - 12:51 Uhr Kommentieren
Alfred T. Ritter in einem Interview mit Handelsblatt Online. Quelle: Jürgen Altmann für Handelsblatt

Alfred T. Ritter in einem Interview mit Handelsblatt Online.

(Foto: Jürgen Altmann für Handelsblatt)

Düsseldorf Die vergangenen Monate waren für Ritter Sport eine heiße Phase. Ein negatives Urteil der Stiftung Warentest für die Schokoladensorte „Voll-Nuss“ hatte für das Unternehmen einen kritischen Abschnitt in der über hundertjährigen Firmengeschichte bedeutet. Nach einem juristischen Sieg über die Warentester – einem äußerst seltenen Erfolg – steht jetzt die nächste Zäsur an. Ein familienfremder Manager rückt zum 1. Januar an die Spitze des mittelständischen Schokoladenproduzenten: Andreas Ronken.

Der Rückzug von Alfred T. Ritter aus der operativen Führung sei bereits seit fast einem Jahr geplant gewesen, heißt es vom Unternehmen. Zum Jahreswechsel hatte Ritter alles mit seiner Familie besprochen.

Andreas Ronken, künftiger Geschäftsfüher von Ritter Sport.

Andreas Ronken, künftiger Geschäftsfüher von Ritter Sport.

Schon als er im Jahr 2005 die Geschäftsführung von einem externen Manager übernommen hatte, hatte er immer wieder betont, dass er es nur solange machen wolle, bis das Unternehmen wieder auf der Spur sei. Damals lag bei dem Mittelständler einiges im Argen. „Aus dem Beirat heraus habe ich gesehen, dass mein Vorgänger, ein familienfremder Manager, gravierende Schäden an der Marke verursacht hat“, sagte Ritter.

Nun sei die Firma wieder auf Kurs. „Ich sehe meine Mission als erfüllt an“, sagte Alfred Ritter gegenüber Handelsblatt Online. Dass einmal wieder ein externer Manager die Leitung übernimmt, hatte er nie ausgeschlossen. Das sei „durchaus möglich“, sagte Ritter noch im Mai im Gespräch mit dem Handelsblatt.

Familie nur noch im Beirat
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