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Fußballer und Start-ups Der Mesut Özil für die Fensterbank

Immer mehr Fußballer stecken ihr Geld in Start-ups. Für Unternehmen wie den 3D-Drucker Staramba sind die Promis der beste Weg, um Kunden zu gewinnen. Wo die Stars beteiligt sind – und was sie sich davon versprechen.
16.03.2016 - 18:07 Uhr

Berlin en es

3D-Figur frisch aus dem Drucker. Quelle: Screenshot youtube.com/arsenal
Arsenal-Star Mesut Özil

3D-Figur frisch aus dem Drucker.

(Foto: Screenshot youtube.com/arsenal)

Manuel Neuer ist selbst im Maßstab 1:10 verhältnismäßig groß, genau gesagt, 19,3 Zentimeter. Für den Preis von 109 Euro scheint das klein. Es stecke viel Arbeit darin, Nase, Haltung und Wadenmuskulatur derart naturgetreu darzustellen, sagt Julian von Hassell, geschäftsführender Gesellschafter der Social Commerce Group, der Muttergesellschaft des Start-ups Staramba.

Vor ihm steht ein Tablett mit lauter Lahms, Müllers und Neuers. Die 3D-Figuren kommen frisch aus dem Drucker, in einem Gewerbehof im Berliner Norden, und warten noch darauf, von Hand mit einer Tinktur bepinselt zu werden, die sie haltbarer machen soll. Man kann sie sich dann ins Bücherregal stellen, oder auf die Fensterbank.

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    Neben den Bayern-Spielern gibt es auch welche von Bayer Leverkusen, Arsenal London mit Mesut Özil und Per Mertesacker oder Juventus Turin. Dazu beigetragen, dass Staramba die Lizenzen der Vereine kaufen durfte, haben auch die prominenten Investoren des Start-ups: Fredi Bobic, Oliver Neuville und Marko Rehmer. Die Ex-Fußballer sitzen auch alle im Verwaltungsrat des Unternehmens.

    Immer mehr Fußballspieler investieren ihre Spitzengehälter in Start-ups. Nicht nur, weil das Geld ja irgendwo hinmuss. Manchmal auch, weil sie nicht wissen, wohin mit ihrem Ehrgeiz, wenn die Karriere vorbei ist. Philipp Lahm zum Beispiel: „Meine Fußballkarriere neigt sich definitiv dem Ende zu. Dann bin ich aber erst Mitte dreißig“, sagte der Weltmeister der „Wirtschaftswoche“.

    Umgekehrt nutzt die Prominenz der Investoren den Start-ups, Kunden für sich zu gewinnen. Lahm hat vor kurzem in Fanmiles investiert. Das Konzept ähnelt dem des Treuepunktesystems im Supermarkt. Jedes Mal, wenn der Fan eines Stars dem Star etwas nutzt, eine Eintrittskarte kauft, seine Facebook-Seite mit „Gefällt mir“ markiert, oder in sozialen Netzwerken ein Video von ihm teilt, bekommt er bei Fanmiles Treuepunkte gutgeschrieben. Die kann er dann gegen Prämien eintauschen, wie eine Eintrittskarte für ein Bundesligaspiel zum Beispiel.

    Auch Trainer Jürgen Klopp hat investiert, in die Kölner Bolzfabrik, die den WhatsApp-Dienst „WhatsCoach“ erfunden haben, bei dem unerfahrene Trainer ihre Fragen an ältere Vorbilder stellen können. Der Dienst ist kostenlos, das Geschäftsmodell erschließt sich erst auf den zweiten Blick.

    Den größten Gewinn bringt der Papst
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