Geschäftschancen Bauboom in Europas Arenen

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Auch in Italien gibt es eine Vielzahl neuer Projekte. Der FC Juventus Turin beginnt im Herbst 2006 mit der Modernisierung des Fußballstadions „Delle Alpi“. Die Arena soll mit einem Freizeit- und Geschäftskomplex kombiniert werden. Die ersten Ausschreibungen für das 100-Millionen-Euro-Projekt sind im April 2006 erfolgt.

Die Gemeinde Mailand will den Betrieb des „Stadio Giuseppe Meazza“ für 99 Jahre an die beiden Mailänder Fußballclubs International und AC Milan vergeben. Sollte der Vertrag zustande kommen, ist mit umfangreichen Umbau- und Modernisierungsarbeiten zu rechnen. Ähnliche Überlegungen gibt es in Bezug auf die mit 82 000 Sitzplätzen größte italienische Arena „Stadio Olimpico“ in Rom.

Ein neues Fußballstadion mit einer Kapazität von 30 000 Plätzen ist nahe der norditalienischen Industriestadt Brescia, in Castenedolo, geplant. Für die Projektierung und Finanzierung des 500-Millionen-Euro-Projektes ist die Gesellschaft B-Consulting verantwortlich. Die neue Arena soll von einem Geschäftskomplex, einem Managementzentrum, einem Freizeitkomplex und einem Hotel flankiert werden. Die internationale Aus- schreibung der Bauaufträge ist für Herbst 2006 vorgesehen. Die Ausrichtung der Fußballeuropameisterschaft 2012, um die sich Italien bewirbt, könnte dem Sportstättenbau neue Impulse verleihen.

Deutsche Unternehmen haben in Italien vor allem bei den derzeit hochaktuellen technischen Produkten aus Konstruktionsvollholz und bei Holzleimprodukten für den Sportstättenbereich gute Lieferchancen. Nachdem der renommierte Architekt Renzo Piano bei der römischen Mehrzweckhalle „Auditorium“ 2002 ein Holzdach errichtet hatte, sind die Energie sparenden Holzverarbeitungen auch im Sportstättenbau beliebter geworden. In Italien mangelt es außerdem an Zimmerleuten und Holzexperten.

Die äußerst komplizierten und bürokratischen Verfahren, die Kompetenzvielfalt bei Genehmigungen und die sich häufig ändernden Normen und Richtlinien machen den Markteintritt zu einer Herausforderung. Ausländische Unternehmen klagen über den politisch bedingten, häufigen Wechsel von zuständigen Personen im italienischen Bausektor.

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