Griechenlandrettung Mittelstand warnt vor Insolvenzverschleppung

In der CDU wächst die Sorge, Griechenland könne zu einem Fass ohne Boden werden. Der Chef des Parlamentskreises Mittelstand warnt vor „politischer Insolvenzverschleppung“ und überlegt, gegen das Rettungspaket zu stimmen.
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Griechenland auf der Kippe: Einzelne Politiker befürworten den Austritt der Helenen aus der Eurozone. Quelle: dpa

Griechenland auf der Kippe: Einzelne Politiker befürworten den Austritt der Helenen aus der Eurozone.

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BerlinDer Vorsitzende des Parlamentskreises Mittelstand (PKM) der Unionsfraktion, Christian von Stetten, erwägt, im Bundestag gegen das neue Griechenlandpaket zu stimmen. „Bliebe es beim jetzigen Stand, müsste ich Ende Februar gegen das neue Griechenlandpaket stimmen“, sagte von Stetten dem Handelsblatt (Montagsausgabe). Es sei zudem völlig offen, welche Empfehlung er dem PKM zum Abstimmungsverhalten geben werde. „Politiker müssen aufpassen, dass sie sich nicht der Insolvenzverschleppung schuldig machen“, warnte von Stetten.

Die Aussicht, dass Griechenland seine Schulden zurückzahlt oder sich selbst wieder refinanzieren könne, sei derzeit nicht erkennbar. „Ein Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone wäre kein Weltuntergang“, meint der Unionspolitiker. Das Land bliebe Teil Europas und bekäme weiter Unterstützung. „Für Finanzminister Schäuble wird es schwer werden, mich von einer Schuldentragfähigkeit Griechenlands zu überzeugen“, sagte von Stetten.

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10 Kommentare zu "Griechenlandrettung: Mittelstand warnt vor Insolvenzverschleppung"

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  • Was ist eigentlich so schlimm an einem Sparkommisar? Bei einer Insolvenz braucht man einen Insolvenzberater, weil der die Probleme von aussen sieht und besser analysieren kann als derjenige, der die Übersicht verloren hat, weil er zu nahe dran ist!

  • @tomy. Was hat denn das mit dem deutschen Volk zu tun - so ein Blödsinn. Dass die Nazis aber auch immer gleich zur Stelle sind und alles für sich vereinnahmen wollen...
    Dass GR pleite ist und sich ohne die Drachme nicht wieder hochrappeln kann, das pfeifen doch alle Spatzen von den Dächern, und zwar unisono in ganz Europa! Das hat mit dem deutschen Volk nichts zu tun.

  • endlich mal einer der sagt was das deutsche volk denkt

  • Christian von Stetten darf gratuliert werden, so schnell seine Einsicht walten zu lassen. Wo sind in der Union eigentlich diejenigen, die so gut wirtschaften und unternehmerisch gestaltend agieren. Die Fensterreden sind vorbei. Keine Konzepte sind weniger hilfreich sondern Taten, an denen sie gemessen werden. Sonst, und das werden wir leider bald erfahren, werden die "Manöver" in Griechenland zum Tanz auf dem Europäischen Vulkan. Politisch gesprochen, einem Pulverfaß gleich, nur mit höherem Druck, dem sich dann niemand mehr entziehen kann.

  • Unglaublich was der Mann für einen Schwachsinn von sich gibt. Ein Politiker kann sich überhaupt nicht der Insolvenzverschleppung schuldig machen.

  • Es ist an der Zeit dem griechischen Demos Respekt zu zollen und den souveränen Staat Griechenland geordnet Pleite gehen zu lassen. Die Drachme ist die letzte Hoffnung.

  • Das ist alles in Ordnung, aber es wird keine Auswirkungen haben auf die generelle politische Beschlussfassung!
    Der Mittelstand ist zwar die tragende Säule hinsichtlich der Arbeitsplätze und des Steueraufkommens, jedoch eine Institution die seit Langem systematisch vernichtet wird durch die Globalisten und ihre Hintermänner. Der Mittelstand hat keinerlei Lobby und kann sich seine ganzen Bemühungen sparen für eine humanere Zukunft! Diese Mühen werden torpediert, noch bevor sie richtig formuliert sind! Mittelstand benötigt eine funktionierende Demokratie und über Demokratie kann man allenfalls in Geschichtsbüchern lesen, wenn sie jemals überhaupt wirklich existiert hat. Demokratie in einem kapitalistischen Gesellschaftsystem ist ein Widerspruch in sich!

  • Endlich eine Stimme der Vernunft, danke! Allerdings wäre auch ein Austritt Griechenlands aus der EU kein Drama, im Gegenteil, es wäre ein Stopschild für die übrigen PIIGS-Staaten und würde Griechenland zwingen, sich endlich von Grund auf strukturell zu erneuern. Durch weitere Zahlungen an ein durch und durch korruptes System würde selbiges nur gestützt und eine strukturelle Erneuerung verhindert. Nahrungs- und Medikamentenlieferungen an wirklich Bedürftige durch unabhängige Organisationen, die dann selbstverständlich auch die Verteilung übernehmen müssten, sind dadurch ja nicht ausgeschlossen.

  • Es gibt auch in der Union noch ein paar übrig gebliebene zaghafte Realisten, die den politischen Visionären nach der Machart des Herrn Schäuble und der Frau Merkel nicht so ohne weiteres auf den Leim gehen. Sie sind allerdings derart dünn gesät, dass man sie getrost in der Rechnung des Herrn Schäuble vernachlässigen kann, immer in der Annahme, sie kriechen, wenn es darauf ankommt sowieso zu Kreuze.

  • Allmählig dämmert es auch unseren Politikern, das Griechenland ein Fass ohne Boden ist. Wird Zeit, dass sie das auch erkennen. Der normale Bürger weis das schon längst. Übrigens bin ich auch der Überzeugung, dass Griechenland durch die Rückkehr zur Drachme wieder wettbewerbsfähig wird. Im Euroraum wird das nie passieren.

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