Hall of Fame Die Stunde der Optimisten

Das Handelsblatt ehrt den deutschen Mittelstand. Drei weitere, sehr verdiente Familienunternehmer wurden in die Hall of Fame aufgenommen. Ein Bericht von der Gala mit reichlich Prominenz und voller Optimismus.
Update: 19.01.2012 - 08:07 Uhr 6 Kommentare
Die Protagonisten der Hall of Fame 2012: Bernard Meyer, Karin Meyer, Klaus Fischer, Sabine Fischer, Dieter von Holtzbrinck, Martin Kannegiesser und Jutta Kannegiesser (von links nach rechts). Quelle: HB

Die Protagonisten der Hall of Fame 2012: Bernard Meyer, Karin Meyer, Klaus Fischer, Sabine Fischer, Dieter von Holtzbrinck, Martin Kannegiesser und Jutta Kannegiesser (von links nach rechts).

(Foto: HB)

BerlinDas schöne an Familienunternehmern ist, dass sie in einer Welt, in der Werte in Geld, Menschen an ihrem Einkommen und Unternehmen an ihrem Aktienwert gemessen werden,  so etwas wie den Gegenentwurf darstellen: Willensstärke bis zur Sturheit, Innovationsfreude bis zur Verrücktheit, Motivation bis zum Umfallen.

Das Handelsblatt ehrt deswegen einmal im Jahr genau diese Unternehmerpersönlichkeiten. Sie ziehen ein in die Hall of Fame, in die Ruhmeshalle der Familienunternehmer. Gestern passierte das zum vierten Mal im lüstergeschmückten Saal des Münchner Charles Hotels. Es war ein Abend der großen Worte. Solche zum Merken und Mitschreiben. Solche, die nur fallen dürfen, wenn auch große Taten dahinterstehen.

Zum Beispiel dieser Satz: "Wer Mut hat, macht Mut." Stefan Heidbreder, Geschäftsführer der Stiftung Familienunternehmen, sagte ihn gestern Abend und meinte damit den ersten von drei Preisträgern, Klaus Fischer. Fischer ist jener Mann, der aus einem Unternehmen, das jeder dübelnde Heimwerke kennt, einen Weltmarktgiganten in der Befestigungstechnik gemacht hatte. Mehr graue Zellen statt graue Dübel, könnte Fischers Motto gelautet haben, als er den Umsatz in den vergangenen mehr als 30 Jahren versiebenfachte.

Fischer selbst beschreibt es so: "Es sind die Menschen, die den Unterschied ausmachen, denn alles wird von Menschen gemacht. Deswegen sind Investitionen in Menschen die besten Investitionen." Es gibt eine Zahl, die bestätigt, dass Fischer richtig liegt: Aus keinem Unternehmen kommen pro Mitarbeiter mehr Patentanmeldungen in Deutschland als von der Fischer-Gruppe.

Ein Festabend für das deutsche Unternehmertum
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Im Rahmen einer Festveranstaltung ehrt das Handelsblatt auch 2012 wieder Familienunternehmer mit Vorbildfunktion. Dieses Jahr fanden die Feierlichkeiten der Hall of Fame im Ballsaal des Münchener The Charles Hotel statt.

Im Bild: Sylvia und Friedrich von Metzler (vom Bankhaus Metzler) mit Handelsblatt-Verleger Dieter von Holtzbrinck (Mitte).

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Leitgedanke der Hall of Fame: Die Würdigung herausragender mittelständischer Unternehmen und ihrer Persönlichkeiten.

Im Bild: Thomas Bauer (Bauer AG, l.) und Bernd Grottel (KPMG Bayerische Treuhandgesellschaft).

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Frisch aufgenommen in die Handelsblatt Hall of Fame: Bernard Meyer, geschäftsführender Gesellschafter der Meyer Werft GmbH, in Begleitung von Karin Meyer, Professor Klaus Fischer, Inhaber und Vorsitzender des Beirats der Fischerwerke, begleitet von seiner Frau Sabine, Dieter von Holtzbrinck und, ebenfalls neu in der Hall of Fame der Familienunternehmen, Martin Kannegiesser, geschäftsführender Gesellschafter der Herbert Kannegiesser GmbH mit Jutta Kannegiesser (v.l.).

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Karl-Erivan Haub (Tengelmann Group), Fred B. Irwin (Citigroup Global Markets), Linda Chamness und Dieter von Holtzbrinck (v.l.). Bedeutende Familienunternehmer sowie Vertreter aus Wirtschaft und Politik aus ganz Deutschland kamen zum nunmehr vierten Mal zusammen, um die Ehrung mitzuerleben.

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Martin Koehler (Boston Consulting Group, l.) und Dr. Rainer Esser (Zeitverlag Gerd Bucerius).

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Friedrich von Metzler (l.) und Christoph Trah (Interconsilium).

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Dieter von Holtzbrinck (l.) und Karl-Erivan Haub.

70 Prozent für das Unternehmen ...
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6 Kommentare zu "Hall of Fame: Die Stunde der Optimisten"

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  • Bloßes Herumgemache mit angeblich unverzichtbaren und unbedingt "angemessenen" Anglizismen. Bei uns auf´n Dorf gibt es einen Schuh und Kleiderladen, der nennt sich "shoes and fashion" was genau so lachhaft ist.
    Man will Weltläufigkeit beweisen und offenbart nur seine ordinäre und sehr gewöhnlich daherkommende Povinzialität.

  • Das Problem sind nicht die, die den Gefallen tun, sondern die, die diese in unangemessenem Umfang/Zeitpunkt/Position annehmen. Unser "Bimbespräsident" (gutes Wort!) oder Parvenue im Schloß Bellevue, wie die "Welt" ihn nannte, hat immer abgeräumt in seiner Gier nach Glamour etc.!

  • Warum muss das "hall of fame heissen"? Könnte mir ein Journalist dies ins Deutsche übersetzen? Herzlichen Dank im Voraus!

  • @absahner
    Netz-und Petzwerk trifft den Nagel auf den Kopf. Wer Netze knüpft um "Fische" zu fangen hat auch darauf zu achten, dass das "Netz" mit der Zeit nicht zu große Löcher bekommt und zum Petzwerk mutiert, die kleineren "Schadstellen" sind eh unvermeidbar.
    Ein guter Netzknüpfer muß seiner "Netzpflege" in vielfacher Hinsicht Genüge leisten und ein eigenständiger souveräner "Doppeldenker" sein und aufpassen, dass er nicht in andere "Netzwerke" gerät, die seinen Bestrebungen zuwiderlaufen und sie konterkarieren.

  • was glauben sie denn,wie gerne all die hier abgebildeten noblen unserem staatsoberhaupt noch vor kurzem einen gefallen getan hätten.

    im übrigen is unser bimbes prasident nun opfer seines netz- und petzwerkes.

    win win situation is so einfach...

  • Danke HB für diesen Beitrag.

    Freut mich besonders, dass das HB wieder zu seinen Grundwerten zurück findet und sich aus der Schmieren-Affäre der BILD auskoppelt.

    Eine sehr lobenswerte Wende.

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