Die Klebstoffindustrie Deutschland hält zusammen

Geklebt wird immer. Das Geschäft mit der zähen Masse zahlt sich vor allem für deutsche Konzerne wie Henkel, Beiersdorf und Delo aus. Doch es gibt auch eine Kehrseite des Erfolgs.
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Klebstoffhersteller wie Delo, Henkel und Beiersdorf sind recht konjunkturempfindlich. Quelle: dpa

Klebstoffhersteller wie Delo, Henkel und Beiersdorf sind recht konjunkturempfindlich.

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DüsseldorfAls hochspezialisierter Klebstoffhersteller ist Delo nur Fachleuten bekannt. Doch auch der Weltmarktführer auf diesem Gebiet kommt aus Deutschland: Der Düsseldorfer Dax-Konzern Henkel macht rund die Hälfte seines Umsatzes von gut 16 Milliarden Euro mit Klebern, überwiegend für die Industrie.

So halten Klebstoffe von Henkel zum Beispiel Produkte wie das iPhone und iPad des US-Elektronikkonzerns Apple zusammen. In der Nähe von Schanghai eröffnete Henkel-Chef Kasper Rorsted daher vor wenigen Monaten die größte Klebstofffabrik der Welt.

Auch in der Autoindustrie wird immer mehr geklebt. Dort ist unter anderem die Firma Tesa aktiv, eine Tochter des Hamburger Kosmetikkonzerns und Nivea-Produzenten Beiersdorf. Sie stellt vor allem Klebebänder her, nicht nur den bekannten Tesa-Film fürs Büro, sondern vor allem für Industrieanwendungen.

Der Kehrseite des Erfolgs: Die Kleberhersteller sind recht konjunkturempfindlich. Derzeit aber erfreuen sowohl Henkel als auch Beiersdorf die Aktionäre mit guten Renditen. Der Industrieverband Klebstoffe betont, das Plus der Branche habe in den vergangenen zehn Jahren im Schnitt zweieinhalb bis fünf Prozent über dem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts gelegen.

Grund: Es tun sich immer neue Anwendungsgebiete auf: Wo Schweißarbeiten durch Kleber ersetzt werden, sparen die Anwender Energie. In Mobiltelefonen leiten Klebestellen teilweise zugleich Strom und sparen so Gewicht. Der Gesamtumsatz in Deutschland liegt laut dem Industrieverband bei 3,4 Milliarden Euro.

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