Marktführer Deutschlands geheime Champions

Seite 2 von 6:
Deutlich erfolgreicher als Großkonzerne
Buchautor und Mittelstands-Experte Hermann Simon. Quelle: PR

Buchautor und Mittelstands-Experte Hermann Simon.

Die deutsche Unternehmenslandschaft ist einzigartig. Hier gibt es mehr Hidden Champions als im ganzen Rest der Welt zusammen. Sie haben die vergangene Krise 2008/2009 mit Bravour gemeistert und stehen auch nun trotz der Schwierigkeiten in der Euro-Krise in aller Regel sehr gut da.

Folgende Zahlen verdeutlichen, warum Hidden Champions für Deutschland so wichtig sind: Zwei Drittel von ihnen sind Weltmarktführer – im Durchschnitt seit 22 Jahren. Ihre Kundennähe ist fünfmal höher als die von Großunternehmen. Sie wachsen um 8,8 Prozent pro Jahr und investieren doppelt so viel in Forschung und Entwicklung – pro 1000 Mitarbeiter halten sie fünfmal so viele Patente wie Konzerne und geben pro Patent nur 20 Prozent dessen aus, was Großunternehmen dafür investieren. Ihre langjährige Umsatzrendite ist mehr als doppelt so hoch wie die des Durchschnitts deutscher Unternehmen.

Hidden Champions beschäftigen im Schnitt gut 2000 Mitarbeiter. Vor zehn Jahren lag dieser Wert noch bei 1300 – ein Zeichen für den Erfolg. Zusammengerechnet kommt Simon für die Firmen in Deutschland auf einen Umsatz von knapp 900 Milliarden Euro und eine Mitarbeiterzahl von 5,6 Millionen.

Dabei liefert die Geschichte die Antwort auf die Frage, warum es ausgerechnet in Deutschland so viele Hidden Champions gibt: Simon geht bis ans Ende des 19. Jahrhunderts zurück, als Deutschland im Gegensatz zu Frankreich oder Japan kein Nationalstaat, sondern ein Flickenteppich war. Wenn eine bayerische Firma ihre Produkte nach Sachsen liefern wollte, war das internationales Geschäft. Das prägte die Kultur, sich jenseits der Grenze umzuschauen und die Produkte so effizient herzustellen, dass Zölle ausgeglichen werden konnten.

Überall kleine Cluster
Seite 123456Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Marktführer - Deutschlands geheime Champions

7 Kommentare zu "Marktführer: Deutschlands geheime Champions"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Ich war selbst 8 Jahre bei einem Hidden Champion in Hamburg tätig, die Helm AG ist mit über 460 Mio. Euro Eigenmitteln, ein unbekannter Weltmarktführer im Handel von Chemiekalien. Es ist absolut erstaunlich, dass die Arbeitsweisen der Hidden Champions, die Prof. Simon in seinem Buch aufführt, tatsächlich bei meinem Hidden Champion gelebt werden. Erfolg ist kein Zufall!

    [...]

    +++ Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte halten Sie sich an unsere Netiquette (www.handelsblatt.com/netiquette): Kommentare sind keine Werbefläche. +++

  • @Rechner

    Für diesen Beitrag gibt es volle Punktzahl. Danke !
    Jetzt wäre es interessant, hätte das HB auf Ihre Fragen eine Antwort. Ich fürchte aber, die bleibt aus ;-))

  • 'popper' sagt
    -----------------
    Muss man solche alten Hüte bemühen, um den Neoliberalismus zu hofieren, wobei noch hinzukommt, dass die Studien sehr umstritten sind und als nicht wissenschaftlich fundiert gelten.
    -----------------

    Studien sind immer umstritten, da die Volkswirtschaftslehre keine exakte Wissenschaft ist.

    Können Sie auch 'was inhaltliches beitragen?

    Läuft's in Ländern die sich gemäß Ihrer wirtschaftspolitischen Philosphie mit "Nachfrageankurbelung" durch Staatsverschuldung und Inflation beschäftigen anstatt mit Realwirtschaft besser?

  • O-Ton Handelsblatt
    ----------------------
    Ein weiterer Wettbewerbsvorteil der Hidden Champions ist im Übrigen die vergleichsweise hohe Quote von Frauen in Führungspositionen.
    ----------------------

    Was Sie nicht sagen.

    Liebes Handelsblatt, bitte

    1. Beweisen sie die "vergleichsweise hohe Quote von Frauen in Führungspositionen"

    2. Beweisen Sie, daß es sich dabei "um einen Wettbewerbsvorteil handelt"

    ....

    Bitte, unterscheiden Sie auch zwischen "Führungspositionen" und Erbeigentümerinnen.

  • stimmt, keine Hausfrau hat sie sooo oft geirrt, wie die sogenannten Wissenschaftler.

    naja, Lieschen Müller sagt die Wahrheit
    Wissenschaftler kauf man ein

  • Muss man solche alten Hüte bemühen, um den Neoliberalismus zu hofieren, wobei noch hinzukommt, dass die Studien sehr umstritten sind und als nicht wissenschaftlich fundiert gelten.

  • Es gibt ein altes Sprichwort:

    "hunde die bellen, beißen nicht"

    Deutsche haben es nicht nötig, auf EGO-Tripp zu gehen. Diese Rolle haben wir den Loser Ländern zugedacht. (England / Frankreich, etwas auch Italien).

    Nicht, dass es meine Erfindung ist, aber so hatte ich es schon vor 14 Jahren in einer SING Zeitung gelesen, dass die deutschen die dumemn engländer oder Franzosen ans Mikr schicken, oder wenn die Fotografen kommen.

    Deutsche sind bei fast allen Geschäften dabei, die weltwelt am Laufen sind. Aber man schweigt. Was sollten wir auchd avon haben, wenn man über uns redet. Hält usn nur davon ab Geschäfte zu machen.

    Ist wohl so, wie bei Aktientipps;
    - es gibt welche, die funktionieren
    - es gibt welche, die man weitergibt, drüber redet

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%