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Indus Holding regelt das Controlling und die Finanzierung Ein Pool für Mittelständler ohne eigenen familiären Nachfolger

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Den unternehmerischen Anreiz schafft „eine sehr hohe Ertragsbeteiligung“ in Prozent vom operativen Ergebnis. „Den richtigen Nachfolger-Unternehmer für einen Mittelständler zu finden, dauert manchmal ein bis zwei Jahre“, so Ruwischs Erfahrung. Das ist die schwierigste und wichtigste Aufgabe, da geben wir uns viel Mühe.“

Die Nachfolgeregelung im Rahmen einer Holding-Beteiligung hat laut Reinhardt den Vorteil, dass der neue Mann an der Spitze in der Anfangsphase kontrolliert wird. Das Risiko, in dieser Zeit zu scheitern, sei in einem Verbund viel kleiner. Ein Mittelständler, der die Nachfolge allein regele, könne nur auf seine Entscheidungskraft vertrauen.

Erheblich erleichtert werde der Übergang, so betont Ruwisch, wenn der Altunternehmer noch zwei bis drei Jahre mit einem Beratervertrag und möglichst mit einer Restbeteiligung im Unternehmen bleibe. „Diese Regelung halte ich für gut“, fügt Reinhardt hinzu. „Das ist eine intelligente Lösung.“ Denn der Alteigentümer habe viele Verbindungen und Kontakte, die er an seinen Nachfolger weitergeben müsse und die er in der Übergangszeit noch weiter pflegen könne.

Klare Vorstellungen hat der Indus-Vorstand auch, wenn es um das Profil der Übernahmekandidaten geht. Das mittelständische Unternehmen muss sich in einer Nische bewegen, seit Jahren profitabel arbeiten und in der Nische eine breite Abnehmerschaft haben – es darf also keine Abhängigkeit von nur zwei Abnehmern bestehen. Last not least: Der Kandidat muss sich im produzierenden Gewerbe bewegen – Modeunternehmen mit saisonalen Schwankungen oder Internet-Portale sind ausgeschlossen.

Welche Vorteile hat ein Unternehmen – außer der Nachfolgeregelung – unter das Dach der Indus Holding zu schlüpfen? Eigentümer von Hidden Champions seien keine Fachleute, wenn es um Finanzierungs-, Controlling-, Steuer- und Rechtsfragen gehe, erklärt Ruwisch. Diese Aufgaben nimmt das Indus-Team ihnen ab. Als börsennotiertes Unternehmen verschaffe Indus ihnen zudem Zugang zu Finanzierungsstrukturen und -konditionen, die für Mittelständler allein nicht erreichbar wären.

Den Vorteil sieht auch Reinhardt: Dadurch würden dem Mittelständler alle Arbeiten abgenommen, die nicht zum eigentlichen Geschäftszweck gehörten. „Gerade in diesem Bereich haben Mittelständler ihre Schwachstellen.“ Sie könnten keinen guten Controller oder Finanzmanager bezahlen. Eine Holding dagegen, die die Aufgabe gebündelt in einem Pool übernehme, könne sich Spezialisten leisten.

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