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Insolventer Fahrradhersteller Mifa weiterhin auf Investorensuche

Fahrradhersteller Mifa befindet sich weiterhin auf Investorensuche – dem stimmte der Gläubigerausschuss zu. Das Unternehmen hatte zu Beginn des Jahres erneut Insolvenz angemeldet und die Belegschaft verkleinert.
23.05.2017 - 14:47 Uhr Kommentieren
Das Unternehmen meldete Bereits diverse Male Insolvenz an. Zuletzt hatte Mifa die Belegschaft von 500 auf 130 Beschäftigte verkleinert. Quelle: dpa
Fahrradhersteller Mifa in der Krise

Das Unternehmen meldete Bereits diverse Male Insolvenz an. Zuletzt hatte Mifa die Belegschaft von 500 auf 130 Beschäftigte verkleinert.

(Foto: dpa)

Sangerhausen Beim insolventen Fahrradhersteller Mifa bleibt die Hoffnung auf eine Rettung bestehen. Der Gläubigerausschuss stimmte am Dienstag dafür, die Investorensuche fortzusetzen, wie Insolvenzverwalter Lucas Flöther mitteilte. Bei der nächsten Ausschusssitzung am 31. Mai solle der Stand geprüft und das weitere Vorgehen beraten werden. Ohne diesen Beschluss hätte die sofortige Zerschlagung des Traditionsunternehmens gedroht. Hinter dem Zeitdruck und der erwogenen Zerschlagung stehe, dass Mifa derzeit nicht profitabel arbeite, hieß es aus Verhandlungskreisen.

Der Betrieb mit 110-jähriger Tradition hatte Anfang des Jahres zum wiederholten Mal Insolvenz angemeldet. Die Belegschaft wurde von 500 auf 130 Beschäftigte verkleinert. Die bayerische Unternehmerfamilie Puello ist an einem Einstieg interessiert. Zuletzt stockten die Verhandlungen mit dem alten Mifa-Eigentümer Heinrich von Nathusius über die Konditionen für die neue Produktionshalle. Sie gehört einer gesonderten Gesellschaft und nicht zur Mifa.

Die Landrätin des Kreises Mansfeld-Südharz, Angelika Klein (Linke), hatte vorgeschlagen, Mifa könnte in das alte Werk in Sangerhausen zurückziehen. Der Kreis hatte das Gelände bei einer früheren Krise für 5,7 Millionen Euro gekauft, um Mifa frisches Geld zu verschaffen. Ein Umzug werde von der Familie Puello derzeit geprüft, hieß es aus Verhandlungskreisen. Zuvor hatte die „Volksstimme“ darüber berichtet.

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