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Insolvenzen Europas Krise hinterlässt ihre Spuren

Mehr als 2.300 Unternehmen gingen im Januar pleite, etwas mehr als noch vor einem Jahr. Der negative Trend dürfte sich fortsetzen, meinen die Insolvenzverwalter. Zudem regt eine neue Rechtslage zu Firmensanierungen an.
13.04.2012 - 11:23 Uhr Kommentieren
Schlecker bildet die bislang größte Insolvenz. Quelle: dpa

Schlecker bildet die bislang größte Insolvenz.

(Foto: dpa)

Berlin Trotz der auslaufenden Konjunkturflaute steuert Deutschland auf einen Anstieg der Firmenpleiten zu. Im Januar meldeten 2.321 Unternehmen Insolvenz an - und damit 0,7 Prozent mehr als vor einem Jahr, wie das Statistische Bundesamt heute mitteilte. Es war der erste Anstieg zum Vorjahresmonat seit August 2010. Der Verband der deutschen Insolvenzverwalter (VID) rechnet 2012 mit einem leichten Plus bei den Firmenpleiten. „Offensichtlich können von der Sonderkonjunktur in Deutschland nicht alle Unternehmen in gleichem Maße profitieren“, sagte VID-Chef Christoph Niering. „Hier hinterlässt die schwache wirtschaftliche Entwicklung in den anderen EU-Ländern ihre Spuren.“ Die deutsche Wirtschaft war Ende 2011 erstmals seit fast drei Jahren geschrumpft, stabilisiert sich seitdem aber wieder.

Viele Euro-Staaten hingegen stehen an der Schwelle zur Rezession oder stecken bereits mitten drin. Länder wie Spanien, Italien, Portugal und Griechenland wollen mit harten Sparpaketen das Vertrauen der Finanzmärkte zurückgewinnen und langfristig wieder auf Wachstumskurs kommen. Für Deutschland sagen die meisten Experten 2012 ein Anziehen der Konjunktur von bis zu einem Prozent voraus, nach plus drei Prozent 2011.

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