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Investitionsziele Mittelständlern ist Südeuropa zu heikel

Wer als Mittelständler im Ausland investiert, peilt in der Regel ganz bestimmte Länder an. Dazu gehören neben den sicheren Häfen Deutschland und USA vor allem die BRIC-Staaten. Aber ganz gewiss nicht Südeuropa.
29.10.2012 - 15:00 Uhr Kommentieren
Geschlossene Ladenlokale in Athen: Krisenstaaten wie Griechenland könnten Investoren gut gebrauchen – doch denen ist das zu riskant. Quelle: dpa

Geschlossene Ladenlokale in Athen: Krisenstaaten wie Griechenland könnten Investoren gut gebrauchen – doch denen ist das zu riskant.

(Foto: dpa)

Hamburg Durch die Schuldenkrise haben Investitionsstandorte in Südeuropa einer Umfrage zufolge für mittelständische Unternehmen drastisch an Attraktivität verloren. „Die als traditionell sicher für Investitionen eingeschätzten Märkte werden inzwischen als genauso risikoreich eingestuft wie der Nahe Osten“, heißt es in einer am Montag von BDO International veröffentlichten Umfrage.

Die Wirtschaftsprüfer befragten in 14 Ländern - von Australien über China und Deutschland bis Südafrika und den USA - 1050 Finanzchefs mittelständischer Unternehmen nach ihren Investitionsplänen. Sie agieren mit Umsätzen von 50 Millionen US-Dollar (39 Mio Euro) bis 2 Milliarden US-Dollar.

Zwar planten 66 Prozent der Befragten deutlich höhere Investitionen, sie fließen aber in sichere Häfen wie die USA, Großbritannien, Deutschland und die BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China. Diese toppen mittlerweile die Traditionsadressen: Fast 45 Prozent der Befragten investieren schon in den BRIC-Ländern oder planen es (2011: 29 Prozent). Offensichtlich werden diese vier Länder als etablierte und nicht mehr als aufstrebende Märkte eingeschätzt, heißt es.

Für Länder in Südeuropa droht dagegen ein dringender Wachstumsschub durch das Ausbleiben von Investoren in die Ferne zu rücken. Spanien liegt bei der BDO-Befragung in der Risikoeinschätzung noch vor Ägypten; Griechenland wird als riskanter als die von Unruhen und Bürgerkrieg gebeutelten Länder Libyen und Syrien angesehen.

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    Aber auch Japan und Frankreich haben demnach an Attraktivität eingebüßt, wobei Kultur- und Sprachbarrieren vor allem als Erfolgshemmnis genannt werden. Für einige Vorstände schafft die junge sozialistische Regierung in Frankreich Unsicherheit.

    Nach der Mega-Wirtschaft China, die durch ihre Größe und billige Arbeitskraft anzieht, gehören die USA, Deutschland und Großbritannien mit zu den attraktivsten Märkten. Mehr als ein Drittel der Befragten plant für 2012 Investitionen in diese drei Märkte, 2011 war es gut ein Viertel.

    Deutschlands Pluspunkte sind laut Befragung seine relativ starke Wirtschaft und seine Marktgröße. Als Risikofaktoren gelten hier der starke lokale Wettbewerb und kulturelle Barrieren.

    • dpa
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