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Kampf der Konkurrenz Israelische Hersteller agieren zunehmend als Importeure

Immer mehr israelische Industrieunternehmen entdecken das Einfuhrgeschäft als weiteres Betätigungsfeld. Damit runden sie ihre Produktpalette ab oder nutzen vorhandene Betriebskapazitäten für geschäftliche Expansion. Inwieweit diese Firmen allerdings angemessene lokale Vertriebspartner sein können, müssen deutsche Exporteure im Einzelfall prüfen.
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GTAI JERUSALEM. Der im Gefolge der Globalisierung zunehmende Importdruck zwingt israelische Industriebetriebe zu innovativem Denken und zu besserer Nutzung ihres geschäftlichen Know-hows, um sich auf dem einheimischen Markt besser gegen ausländische Konkurrenz behaupten zu können. Dabei betätigen sich immer mehr Firmen als Importeure von Produkten, die ihre eigene Produktpalette vervollständigen. Diese Entwicklung, so Dan Catarivas, Direktor der Außenhandelsabteilung der israelischen Industriellenvereinigung, hat sowohl den Konsumgüter- als auch den Investitionsgütersektor erfasst.

Ein weiterer Gesichtspunkt ist die schnelle Expansion des israelischen Importmarktes. Im Jahr 2008 erreichte die Wareneinfuhr des Landes den Rekordwert von 65,2 Mrd. US$. Das waren (in laufenden Dollarpreisen) 91% mehr als fünf Jahre zuvor. Zwar hat die jüngste Wirtschaftskrise die Importe im Jahre 2009 um rund 28% einbrechen lassen, doch bereits Ende 2009 erreichte die Einfuhr wieder Vorjahresniveau und wird 2010, Prognosen zufolge, steigen.

Zahlreiche Industriebetriebe verfügen von jeher über eigene Einfuhrabteilungen für den Einkauf von Rohstoffen oder Komponenten. Damit sind sie im Importgeschäft keine Neulinge, wollen aber ihre Importtätigkeit nunmehr auf Fertigprodukte ausdehnen, um ihre gesamtbetriebliche Effizienz zu steigern.

Israelische Industriefirmen, die Produkte ausländischer Hersteller zukaufen, können für deutsche Unternehmen als Vertriebspartner von Interesse sein. Indessen sind im Einzelfall die Vor- und Nachteile abzuwägen, die mit dem Einsatz eines einheimischen Industriebetriebes für den Vertrieb auf dem israelischen Markt verbunden sind. Ein wichtiges Kriterium sind Überschneidungen zwischen den Angebotspaletten des ausländischen und des israelischen Unternehmens.

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