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KfW-Studie Mittelstand setzt auf Kontakt zum Bankberater

Mittelständische Unternehmen halten auch trotz der sinkenden Zahl der Filialen ihrer Hausbank die Treue. Vor allem persönliche Beratung ist ihnen wichtig.
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Immer mehr Banken schließen Filialen in Deutschland – der Mittelstand setzt jedoch weiter auf die Beratung vor Ort. Quelle: dpa
Sparkassen-Filiale

Immer mehr Banken schließen Filialen in Deutschland – der Mittelstand setzt jedoch weiter auf die Beratung vor Ort.

(Foto: dpa)

Frankfurt Trotz ausgedünnter Filialnetze halten Deutschlands Mittelständler einer Studie zufolge ihrer Hausbank die Treue. Gut neun von zehn Unternehmen vertrauen in Finanzfragen einer Hausbank, wie aus einer Untersuchung der staatlichen Förderbank KfW hervorgeht. Je größer ein mittelständisches Unternehmen ist, umso häufiger hat es allerdings mehrere Bankverbindungen.

Die Sonderauswertung des KfW-Mittelstandspanels zeigt auch, dass der persönliche Kontakt zum Berater für die Mehrzahl der Mittelständler wichtig ist. Zwei Drittel aller kleinen und mittleren Unternehmen, die nicht mehr als 500 Millionen Euro im Jahr umsetzen, nehmen den Angaben zufolge jährlich mindestens einen Geschäftstermin in einer Filiale wahr. Im Schnitt lag die Zahl der Filialbesuche der Firmen 2017 bei etwa vier pro Jahr. Die Mittelständler halten ihren Kreditinstituten durchschnittlich 20 Jahre lang die Treue.

Rund 80 Prozent des gesamten Kreditvolumens einer kleinen oder mittleren Firma werden den Angaben zufolge über die Hausbank bereitgestellt. Es sei daher entscheidend, „dass auch bei weiter abnehmender Filialzahl die für mittelständische Unternehmenskunden wichtige Nähe zum Berater erhalten bleibt“, erläuterte KfW-Chefvolkswirt Jörg Zeuner. Inzwischen würden allerdings auch verstärkt digitale Kommunikationswege genutzt. „Bereits heute benötigt nicht jedes mittelständische Unternehmen die Filiale vor Ort, um seine Bankgeschäfte abzuwickeln“.

Am häufigsten nehmen den Angaben zufolge Handwerksunternehmen die Beratung vor Ort in Anspruch, am seltensten „wissensintensive“ Dienstleistungen, zu denen Rechts- und Steuerberatung, Gesundheitsdienste oder Werbung zählen.

Nach Angaben der Bundesbank halten Filialsterben und Fusionsdruck auf dem deutschen Bankenmarkt an. Die Zahl der Zweigstellen verringerte sich jüngsten Daten zufolge 2017 um 1900 auf 30.126 Filialen. Der Rückgang der Zweigstellen ist nach Einschätzung der Notenbank nicht nur eine Folge des Kostendrucks, sondern spiegelt auch den Trend zur Digitalisierung und vermehrter Nutzung von Online-Banking wider. Der deutsche Markt ist besonders hart umkämpft, die Bankendichte besonders hoch.

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