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Kritik an Euro-Kurs Familienunternehmen machen Front gegen Merkel

Rund 100 Familienunternehmen protestieren gegen den Euro-Kurs der Bundeskanzlerin. In einem Brandbrief an die Bundestagsabgeordneten fordern sie ein Ende der Schuldenpolitik - und eine Reform der Währungsunion.
27.06.2011 - 09:13 Uhr 4 Kommentare
Rund 100 Unternehmen mit 200.000 Mitarbeitern protestieren gegen Merkels Euro-Kurs. Quelle: dpa

Rund 100 Unternehmen mit 200.000 Mitarbeitern protestieren gegen Merkels Euro-Kurs.

(Foto: dpa)

Berlin Rund 100 Familienunternehmer mit zusammen knapp 200.000 Mitarbeitern protestieren gegen die Euro-Politik der Bundesregierung. In einer gemeinsamen Erklärung fordern sie die Abgeordneten des Bundestages auf, „der verantwortungslosen Schulden-Politik Deutschlands ein Ende zu setzen“, wie die „Welt“ berichtet.

Dazu wollen sie grundlegende Änderungen in den Verträgen zur Währungsunion erreichen: „Austritt und Ausschluss müssen möglich werden“, heißt es in der „Berliner Erklärung“, die der „Welt“ vorliegt. Die Stiftung Familienunternehmen versendet das Papier demnach an alle Bundestagsabgeordneten. Das Papier sei von rund 100 Unternehmen unterzeichnet, die pro Jahr rund 38 Milliarden Euro umsetzen.

„Die Bundesregierung hat mit ihrer Euro-Rettungsschirm-Politik einen verhängnisvollen Weg eingeschlagen“, heißt es in der Erklärung. Sie trage die Verantwortung, dass die mit Einführung des Euros beschlossene Obergrenze für die Staatsschulden nicht eingehalten worden sei und habe dazu beigetragen, der Europäischen Zentralbank ihre Unabhängigkeit zu nehmen.

Mit der Rettung Griechenlands sei zudem die im Vertrag von Lissabon festgelegte „No-bail-out“-Klausel über Bord geworfen worden. Dieser Passus verbietet es, zur Lösung der Zahlungsprobleme eines Landes das Geld der Steuerzahler eines anderen Landes heranzuziehen. „Die Währungsunion ist seither eine Transferunion“, klagen die Unternehmer, die größte Last trage die Bundesrepublik. Ein prominenter Unterzeichner der Erklärung ist laut dem Bericht der Unternehmer Reinhold Würth.

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    • dpa
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    4 Kommentare zu "Kritik an Euro-Kurs: Familienunternehmen machen Front gegen Merkel"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Schlimm genug, wenn Herr Würth im Glashaus mit Steinen wirft. Aber das ändert nichts an der Wahrheit: Wir hatten noch nie eine dilettantischere und für Deutschland schädlichere Regierung als derzeit.

    • "Ein prominenter Unterzeichner der Erklärung ist laut dem Bericht der Unternehmer Reinhold Würth."

      Es sollte doch besser ein prominenter Steuerhinterzieher heißen! Reinhold Würth zählt als Milliardär zu den 10 reichsten Personen in Deutschland. Trotz dieses Reichtums wurde Herr Würth rechtskräftig wegen Steuerhinterziehung verurteilt! Der Vorwurf seitens der Staatsanwaltschaft: private Steuerhinterziehung von 40 Millionen EUR und geschäftliche Steuerhinterziehung in 3-stelliger Millionenhöhe. Ähnlich wie bei Herrn Zumwinkel gab es einen Deal und Herr Würth wurde als Milliardär zu einer Strafzahlung von 3,5 Millionen EUR verurteilt.

      Herr Würth hat ebenso wie tausende anderer Unternehmer seine Mitarbeiter in die Kurzarbeit geschickt, deren Kosten zum größten Teil die Agentur für Arbeit, sprich die Allgemeinheit, übernimmt, während er sich gleichzeitig eine neue Yacht gegönnt hat.

      Herr Würth bewirtete und bewirtet in seiner berliner Villa hochrangige Politiker und spendet am liebsten an die FDP, in der er auch Mitglied ist. Bei seinem Verfahren wegen Steuerhinterziehung hat er damit gedroht, aus der FDP auszusteigen. Der für das Verfahren mit zuständige Justizminister war ebenfalls von der FDP.

      Ohne den Marshallplan nach dem 2. Weltkrieg hätte sein Vater und er nie dieses Imperium aufbauen können!

      Und jetzt fordert er, der vorbestrafte Steuerhinterzieher, den Griechen nicht zu helfen?!

    • Gratuliere...endlich wird mal deutlich dies Dilema Europa zur Sprache gebracht - diese Regierung ist ein einziges Desaster und diese Kanzlerin ist eine Zumutung für das deutsch Volk.

    • Die Waehrungsunion ist wie die Mafia: man kommt rein, aber nicht mehr raus....

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