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„Land der Ideen“ Initiative zeichnet 100 Start-ups aus

Algen von der Fassade auf die Teller, das Smartphone als Mikroskop für die Hosentasche: Hundert Ideen von jungen Start-ups sind am Montag in Berlin ausgezeichnet worden. Die meisten Gewinner kommen aus Berlin.
26.06.2017 - 11:47 Uhr Kommentieren
Eine Mikroalgenanlage an einer Hauswand in Berlin. Quelle: dpa
Algen an der Hauswand

Eine Mikroalgenanlage an einer Hauswand in Berlin.

(Foto: dpa)

Berlin Hundert Ideen von jungen Start-ups sind am Montag in Berlin ausgezeichnet worden. Der Wettbewerb „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ der Initiative Land der Ideen und der Deutschen Bank verfolgte mit dem Wettbewerb das Ziel, kreativen Köpfen eine Bühne für ihre Projekte zu bieten. Ziel sei es, mit konkreten Entwicklungen Antworten auf drängende Fragen der Zukunft zu geben, hieß es.

Unter dem Thema „Offen denken - Damit sich Neues entfalten kann“ konnten sich Start-ups mit ihren Projekten bewerben. Zu den Preisträgern gehört etwa das Hamburger Start-up Breeze, das mit kleinen, günstigen Messgeräten und einem intelligenten Sensornetz die Luftqualität in Städten oder Büros verbessern will. Die Daten werden in der Cloud gesammelt und analysiert, und die Software liefert automatisch Vorschläge für eine Verbesserung.

Algen als Nahrungsmittel will die Mint Engineering GmbH aus Berlin von der Fassade auf die Teller bringen. Auch an Wänden von Gebäuden sollen die gesunden Pflanzen in aus schmalen Röhren bestehenden Fotobioreaktoren gezüchtet werden, so die Idee. Das Smartphone will das Start-up Oculyze aus Wildau in Brandenburg zum Labor in der Hosentasche machen. Mit einem aufsteckbaren Modul und cloudbasierter Bilderkennung soll das Telefon in ein Mikroskop verwanden. Eine erste App soll es etwa kleinen Brauereien ermöglichen, schnell und günstig Hefe zu untersuchen.

So vermeiden Sie peinliche PR-Ausrutscher
PR-Ausrutscher vermeiden
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Gerade junge Firmen machen bei der Unternehmenskommunikation häufig Fehler. Das weiß Boris Radke nur allzu gut: Er hat die PR des Onlinehändlers Zalando aufgebaut. In einem Gastbeitrag auf der Internetseite des Fachportals Gründerszene gibt er Start-ups Tipps für eine bessere Kommunikation nach außen. Seine fünf Ratschläge im Überblick.

(Foto: Getty Images)
1. Marketing unterlassen
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Ein häufiger Fehltritt junger Unternehmen: Sie betreiben günstiges Marketing ohne strategischen Ansatz. Das kann fatale Folgen haben: „Wer Journalisten mit werblichen Mails flutet, sollte sich nicht wundern, wenn in einem späteren Stadium kaum ein seriöser Journalist mehr zuhört“, meint Radke. Die Kommunikation sei bereits in der Anfangsphase einer der ausschlaggebenden Faktoren, von denen abhängt, wie das Start-up auf dem Markt wahrgenommen werde. Deshalb gilt: „Wer hingegen Relevantes erzählt, wird auch langfristig Aufmerksamkeit bekommen.“

(Foto: Getty Images)
2. PR zur Chefsache machen
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Wenige Gründer haben am Anfang Geld, um einen Mitarbeiter einzustellen, der ausschließlich für die PR zuständig ist. Der Experte rät den Unternehmern deshalb, die Arbeit selbst zu erledigen – und sie keinesfalls einem Praktiktanten zu überlassen. „Diese richten leider meistens mehr Schaden an, als dass sie einem nutzen“, sagt Radke. Und: „Auch bitte keine Agentur zu Beginn engagieren, die die Kommunikation alleine durchführt.“ Sinnvoll ist es laut dem Fachmann, wenn die Gründer Kontakt zu fünf Journalisten aufnehmen, die sich thematisch mit der Branche des Unternehmens befassen, und sich mit ihnen in entspannter Atmosphäre auf einen Kaffee zu treffen. „Diese Treffen dienen erst einmal nicht einem Presse-Output, sondern dem Aufbau von normalen Beziehungen.“ So wissen die Journalisten, welche Gesichter hinter der Firma stecken.

(Foto: dpa - picture-alliance)
3. Auch mal Nein sagen
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Zu den Aufgaben eines Gründers gehört es Radke zufolge ebenso, Journalisten auch mal eine Abfuhr zu erteilen – und beispielsweise ein Interview abzulehnen. Natürlich ist es schön für sie, mit Bild und Namen in den Medien zu erscheinen, aber: „Lasst euch nicht von den Medien hochjubeln, wenn es noch keinen Proof of Concept gibt.“ Stattdessen sollten die neuen Unternehmer damit warten, bis es klare Indizien für einen Erfolg gibt.

(Foto: Fotolia)
4. Intern kommunizieren
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Im Gastbeitrag gibt Radke zu, dass Zalando die interne Kommunikation lange Zeit vernachlässigt hat. „Am Ende mussten wir verdammt viel Aufwand und Geld reinstecken, um wieder ein allgemeines Vertrauen bei unserer Belegschaft aufzubauen.“ Daraus gelernt hat er: Die interne Kommunikation ist ein wesentlicher Bestandteil der zentralen Kommunikationsabteilung. Denn in Zeiten, in denen wir immer mehr in sozialen Netzwerken unterwegs sind, werden Arbeitsplätze immer transparenter. Und: Wer seine Mitarbeiter permanent auf dem Laufenden hält und ihnen dadurch das Gefühl vermittelt, wertvoll fürs Unternehmen zu sein, kann insbesondere in Change-Prozessen mit höherer Wahrscheinlichkeit mit Rückenwind rechnen.

(Foto: Fotolia)
5. Keine Auftritte bei Konferenzen
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Unter allen Umständen sollten Gründer laut Radke eines verhindern: als Sprecher auf Konferenzen aufzutreten. „Gründer, deren Start-up Verluste macht und unter Umständen noch unfassbar viele Herausforderungen vor sich hat, haben keine Zeit, um als Speaker zu sprechen.“

(Foto: WirtschaftsWoche)
6. Aufwand als Speaker begrenzen
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Wenn der Gründer ein erfolgreiches Geschäft aufgebaut hat, ist dem Experten zufolge nichts dagegen einzuwenden, wenn er als Speaker auf Konferenzen spricht – „aber immer mit geringen Mitteln“, meint Radke. Für Zalando sind solche Veranstaltungen mittlerweile ein beliebtes Instrument, um das Arbeitgeberimage zu stärken. Doch bis dahin ist es ein weiter Weg.

(Foto: dpa - picture-alliance)

Wie auch im vergangenen Jahr ist Berlin mit 25 Preisträgern Spitzenreiter, vor Bayern (16) und Nordrhein-Westfalen (12). Für den Wettbewerb konnten sich deutschlandweit Menschen und Projekte bewerben, die etwas bewegen wollen, darunter Gründer, Firmen, soziale und kulturelle Einrichtungen und Verbände sowie Universitäten. Eine Expertenjury aus Wirtschaft, Medien und Politik beurteilte die Ideen nach ihrer Zukunftsorientiertheit, Innovations- und Umsetzungsstärke sowie der Vorbildwirkung.

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