Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Lebensmittelproduktion Das harte Geschäft mit dem süßen Schokomann

Seite 2 von 2:
Fairtrade hat es in diesem Segment schwer

Und mit Bioprodukten, die in vielen Lebensmittelsparten wesentlich höhere Preise erzielen, scheint es bei Schokoladen-Hohlkörperfiguren zurzeit auch noch schwierig zu sein. Cersovsky glaubt, dass Bioprodukte, die bislang einen Marktanteil von rund drei Prozent haben, nicht nennenswert wachsen werden, denn: "Es geht bei Biozertifikaten ja nicht nur um die Inhaltsstoffe, sondern um die gesamte Produktion, da würden dann 100 Gramm Schokolade drei Euro und mehr kosten."

Ein 200-Gramm-Schoko-Weihnachtsmann mit 30 Prozent Kakaoanteil von Rübezahl kostet bei Aldi-Süd ganze 79 Cent. Rübezahl setzt aber immer mehr nachhaltigen Kakao ein, zurzeit sind es 20 Prozent. Konkurrent Riegelein bietet seit 2011 einen Fairtrade-Nikolaus an.

Im Jahr 1994 traf die Familie Cersovsky eine wichtige strategische Entscheidung: Hatte Vater Peter noch komplett auf Nikoläuse und Osterhasen gesetzt, entschieden die beiden Söhne Claus und Oliver damals, sich vom Saisongeschäft unabhängiger zu machen und stiegen mit der Marke Sun Rice in den Markt für Puffreisschokoladen ein. Mittlerweile tragen diese ein Viertel zum Umsatz bei. Sun Rice hat laut Cersovsky 40 Prozent Marktanteil in Deutschland. Wettbewerber sind Milka und Nippon.

Rübezahl Schokoladen setzt nach eigenen Angaben rund 150 Millionen Euro um. Allerdings waren "die letzten zwei bis drei Jahre wegen der extrem gestiegenen Rohstoffpreise schwierig". Im Geschäftsjahr 2012/2013 geht Cersovsky aber davon aus, "wieder bessere Zahlen zu schreiben". Der Grund: Rübezahl musste nicht nur in Maschinen investieren, sondern auch noch drei Übernahmen verdauen. 2008 kaufte Rübezahl die Marke Gubor, vor zwei Jahren die Insolvenzmasse der Firma Weseke Dragees in Borken. Zuletzt - im Mai 2012 - beteiligte sich Rübezahl mehrheitlich am Zuckerwarenspezialisten Reutter in Rosengarten bei Schwäbisch Hall.

Die Strategie dahinter: Noch mehr Süßwaren herzustellen, die unabhängig von Feiertagen und Ferienzeiten gegessen werden. Denn: Steigt die Temperatur über 25 Grad sinkt der Schokoladenkonsum deutlich, erklärt Cersovsky, zwischen Juni und September um die Hälfte.

 
Handelsblatt Zukunft Mittelstand Newsletter
Startseite
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Lebensmittelproduktion - Das harte Geschäft mit dem süßen Schokomann

0 Kommentare zu "Lebensmittelproduktion: Das harte Geschäft mit dem süßen Schokomann"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote