Marc O'Polo, Bosch, Oldenburg & Co. Innovation made in Germany

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Ein Inkubator gegen das Establishment
Wo in der Main-Metropole die meisten Banker arbeiten
Skyline Frankfurt
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Deutschlands Finanzplatz Frankfurt: Die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) hat eine Rangliste mit den größten Geldhäusern nach Zahl der Arbeitsplätze zu Ende 2012 erstellt. Die Bank fragte die Institute der Main-Metropole nach der aktuellen Mitarbeiterzahl und der weiteren Stellenplanung. Demnach werden bis Ende 2015 rund 61.300 Menschen am Main in der Bankbranche arbeiten. Das sind rund 1,5 Prozent weniger als zum Stand der jetzigen Umfrage. Der Abbau im Zuge der Finanzkrise fällt jedoch im Vergleich zu anderen Zentren wie New York, London oder Zürich noch moderat aus.

Deutsche Börse
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Deutsche Börse - 1600 Mitarbeiter

Zunächst zu den weiteren Institutionen der Finanzwelt. Denn neben Banken gibt es noch andere Finanzdienstleister sowie Aufsichtsbehörden in Frankfurt. So beschäftigt die Deutsche Börse 1600 Mitarbeiter. Im Bild das Gebäude des Handelssaals in der Frankfurter Innenstadt. Fast die gesamte Verwaltung sitzt mittlerweile aber in Eschborn.

Europäische Zentralbank
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EZB – 1650 Mitarbeiter

Die Europäische Zentralbank beschäftigt immerhin 1650 Mitarbeiter in Frankfurt. Und es sollen noch deutlich mehr werden, wenn die Zentralbank auch die Aufsicht über Europas Bankensektor übernimmt. Derzeit entsteht in der ehemaligen Großmarkthalle der neue Hauptsitz der Notenbank. Das Gebäude soll Mitte 2014 bezugsfertig sein.

Deutsche Bundesbank
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Deutsche Bundesbank – 3650 Mitarbeiter

Die deutsche Zentralbank hat in der Main-Metropole ihren Hauptsitz. Hier arbeiten 3650 der deutschlandweit 10.300 Mitarbeiter.

BHF-Bank
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Rang 12: BHF-Bank – 600 Stellen

Nun zu dem eigentlichen Ranking: Der Umfrage zufolge beschäftigt die BHF-Bank in Frankfurt 600 Mitarbeiter. Deutschlandweit sind es rund 1050. Die Privatbank gehörte der Deutschen Bank, wird aber weiterverkauft an den Finanzdienstleistungskonzern RHJ International.

BNP Paribas
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Rang 11: BNP Paribas – 750 Mitarbeiter

Die französische Bank BNP Paribas beschäftigt immerhin 750 Angestellte in Frankfurt. Das Institut will künftig in Deutschland stärker um Privat- und Firmenkunden werben. Weltweit beschäftigt das Institut mehr als 200.000 Menschen.

UBS
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Rang 10: UBS – 750 Mitarbeiter

Die Schweizer Großbank UBS beschäftigt 750 Menschen. Die Deutschlandzentrale sitzt im Opernturm in Frankfurt. Das Gebäude wurde 2007 bis 2009 errichtet.

Commerzbank, Frankfurt: Revoluzzer

Zwei Welten prallen aufeinander: hier die großen Banken, die unter Niedrigzins und Regulierung ächzen und den Niedergang fürchten. Dort die kleinen und wendigen Start-ups, die beschwingt vom digitalen Wandel die Schwäche der Geld-Goliaths nutzen, um neue Finanzideen auf den Markt zu bringen. „FinTech“ heißt die Waffe, mit der die Revoluzzer das Establishment das Fürchten lehren.

Die Commerzbank, zweitgrößtes Kreditinstitut im Lande, schwer beschäftigt mit der Generalüberholung ihres Geschäftsmodells, will diese Welten nun verbinden und die Bedrohung durch die Digitalisierung in eine Perspektive für sich und den Bankenstandort Deutschland verwandeln – eine Art Revolution von oben.

Damit ist die Großbank Vorreiterin in der Branche. Sie hat eine Tochterfirma namens main incubator gegründet, die junge FinTech-Firmen mit Startkapital versorgen soll und – was noch wichtiger ist – ihnen Zugang zu Millionen Privat- und Geschäftskunden verschafft. Der Einzug im main incubator soll den Start-ups zudem helfen, die bürokratischen Anforderungen durch die wachsende Regulierung des Finanzsektors zu bewältigen.

Mit ihrem Firmenbrutkasten nimmt die Commerzbank ganz bewusst Gefahren für ihre herkömmlichen Geschäftsbereiche in Kauf: „Eines der Ziele des Inkubators ist es, sich gerade an disruptiven Ideen zu beteiligen, die das klassische Bankgeschäft angreifen und zu Margenverlusten führen“, sagt Christian Hoppe, Gründer und Geschäftsführer des Brutkastens.

Jungfirmen sollten sich daher keine Sorgen machen, so Hoppes Botschaft, dass die Konzernmutter ihre innovativen Ideen abwürgt, sobald sie dem angestammten Geschäft gefährlich werden. Da hat Hoppe Rückendeckung von der Zentrale. „Mit dem Inkubator haben wir einen sehr wichtigen Schritt zur Steigerung unserer Innovationskraft getan“, sagt Commerzbank-Bereichsvorstand Holger Werner, der im Aufsichtsrat der Start-up-Schmiede sitzt. Zum Portfolio des main incubators gehören der Bezahldienst Traxpay, eine Art PayPal für Unternehmen, und der digitale Rechnungsmanager gini.

Industrie 4.0 zum Anfassen
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