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Maschmeyer-Investment Mifa Angst vor dem Totalausfall

Einst war der größte deutsche Fahrradhersteller Mifa der Stolz einer ganzen Region. Inzwischen kämpft das Unternehmen ums Überleben. Nun sollen gleich zwei Manager die Firma retten.
  • Björn Menzel
08.10.2014 - 08:00 Uhr Kommentieren
Quelle: dpa
(Foto: dpa)

Leipzig/Sangershausen Es ist das Bild der Krise. Kopfüber hängt ein Fahrrad auf dem Foto. Wie eine tote Trophäe. Das Foto mit dem Fahrrad aus der Produktionsanlage des Unternehmens Mifa erscheint seit April immer öfter in Zeitungen und auf Online-Seiten. Dabei ist Deutschlands umsatzstärkste Fahrradschmiede noch nicht gestorben. Doch seit Monaten geht es ihr schlecht.

Die Mifa, der Stolz einer ganzen Region im südlichen Sachsen-Anhalt, hat mit dem Überleben zu kämpfen und produziert negative Schlagzeilen. In der vorigen Woche musste der Fahrrad-Produzent Insolvenz anmelden.

Dabei hatte bei der Mifa alles so gut ausgesehen. Vor 18 Jahren erwarben zwei Unternehmer die 1907 gegründete Firma von der Treuhand und führten es acht Jahre später an die Börse. Der Umsatz überstieg die 100-Millionen-Euro-Marke, mehr als 600.000 Fahrräder wurden jährlich verkauft. Kein Zweiradproduzent in Deutschland schaffte ähnliche Werte.

Bis zu 750 Mitarbeiter fanden im Vorzeigebetrieb Arbeit. 2011 hat sich gar einer der bekanntesten Investoren Deutschlands, Carsten Maschmeyer, am Unternehmen beteiligt. Es sah gut aus für die Mifa.

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    Die Produktionsstätte steht heute mächtig an der Durchfahrtsstraße von Sangerhausen. 600 Menschen finden derzeit in den weiß-blauen Hallen an der Kyselhäuser Straße Arbeit.

    Doch die Fahrradbauer gehen seit Monaten durch emotionale Berge und Täler. Bereits seit April, als Millionenverluste in der Bilanz entdeckt wurden, kommt der Mittelständler nicht mehr zur Ruhe. Mifa machte im vergangenen Jahr einen Verlust von 13,2 Millionen Euro. Die Geschäftsführung wurde ausgetauscht, für Vorstand Peter Wicht kamen die Sanierer Hans-Peter Barth und Stefan Weniger.

    Genutzt hat das bislang nicht viel: Auch für dieses Jahr wird mit einem negativen Ergebnis gerechnet. Darüber, wie hoch die Deckungslücke in der Bilanz wirklich ist, schweigen sich die Beteiligten aus.

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