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Mittelständler setzen auf Leasing Mieten statt kaufen

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Unternehmen mit einer solchen Bewertung rät Dahms, Leasing wohlwollend zu prüfen. Denn für sie sind Chance und Notwendigkeit am größten, ihre Bilanzsituation zu verbessern. "Wer einmal den Fuß drin hat, bekommt anschließend leichter weitere Verträge zu guten Konditionen", sagt er.

Grundsätzlich rät er allen Unternehmen, sich vor einer Finanzierungsentscheidung auch Leasingangebote unterbreiten zu lassen.

"Schon, weil die Gesellschaften immer auch prüfen, wie sich welche Leasingvariante steuerlich und bilanziell auswirken würde", meint Dahms.

Für die Entscheidung pro Leasing spricht zudem eine Eigenkapitalquote von weniger als 25 Prozent und ein Anlagendeckungsgrad - das Eigenkapital im Verhältnis zum Anlagenvermögen - von weniger als 80 Prozent. Wobei die Entscheidung für Leasing als Finanzierungsvariante weit mehr ist, als eine reine Rechenaufgabe. "Dafür ist sie viel zu komplex und strategisch bedeutsam", sagt Dahms. "Interessant ist Leasing vor allem für Unternehmen, die mehr oder früher investieren wollen und hierfür liquide Mittel brauchen." Das gilt besonders, wenn Investitionen in das Kerngeschäft mit anderen Investitionen konkurrieren. Deren Ertrag ist in aller Regel weit größer als der aus dem Besitz von Fuhrparks oder Immobilien.

Leasing lohnt sich jedoch meist erst von einem gewissen Investitionsvolumen an: Bei Mobilien wie Fahrzeugen oder Maschinen ab 25 000 Euro, beim Immobilien-Leasing erst ab einer Million Euro aufwärts. "Je größer das Geschäftsvolumen, desto mehr rentiert es sich für den Leasinganbieter, sich bei der Beratung zu engagieren", meint Dahms. Dies gilt umso stärker, je mehr Service die Unternehmen von ihrer Leasinggesellschaft erwarten.

Das bestätigt eine Befragung der Beratungsgesellschaft Arthur D. Little unter Unternehmen, die ihre Fahrzeuge leasen. Je kleiner der Fuhrpark, desto unzufriedener sind danach die Kunden mit der Leistung ihrer Leasinggesellschaft. Unter Experten gelten 25 bis 30 Fahrzeuge bei einer Gesellschaft als kritische Masse, ab der sich Leasing für den Fuhrpark rentieren kann.

Mittelständler können beim Fuhrparkleasing einen Teil der Arbeit bis zur kompletten Verwaltung auslagern. Das lohnt sich oft. Denn eine Flotte bindet nicht nur viel Kapital, sondern verursacht auch Berge von Arbeit.

So werden 50 Autos im Jahr durchschnittlich 2400-mal betankt, 1200-mal gereinigt und 125-mal in der Werkstatt vorgefahren, hat Berthold Schäfer, Vorstand des Vereins für Fuhrparkmanager Automobile Konzepte, ausgerechnet. Dazu erleiden die Fahrzeuge auf ihren 1,75 Millionen Kilometern durchschnittlich 20 Karosserieschäden und bekommen 250 Strafzettel hinter den Scheibenwischer geklemmt. "Außerdem fallen im Schnitt zwölf Beschaffungen und zwölf Verkäufe an", sagt Schäfer.

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