Mittelstand Desinteresse an Vorsorge für Mitarbeiter

Versicherungen sind nur selten ein Mittel für kleine und mittelständische Unternehmen, um Mitarbeiter zu locken und an die Firma zu binden. Versicherer wittern eine Chance, mehr Verträge an den Mann zu bringen.
1 Kommentar
Kleine und mittelständische Unternehmen nutzen kaum Vorsorgeprodukte der Versicherer, um Mitarbeiter zu gewinnen oder zu binden. Quelle: Getty Images

Kleine und mittelständische Unternehmen nutzen kaum Vorsorgeprodukte der Versicherer, um Mitarbeiter zu gewinnen oder zu binden.

(Foto: Getty Images)

DüsseldorfImmer mehr kleine und mittlere Unternehmen (KMU) beklagen einen Mangeln an gut ausgebildetem Personal. Ein Mittel, um Fachkräfte zu gewinnen und binden könnten Vorsorgeleistungen sein – etwa über Gesundheitsleistungen oder Altersvorsorge-Angebote. Doch dies nutzen diese Unternehmen sehr selten, so das Ergebnis eine Studie im Auftrag der Gothaer Versicherung. Dazu waren im April 1.016 Unternehmen befragt worden.

Ergebnis: Nur 32 Prozent der kleinen und mittleren Betrieben bieten ihren Mitarbeitern Leistungen im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements gewähren. Das sei zwar wenig, aber immerhin ein Fortschritt gegenüber dem Jahr 2010, als nur 20 Prozent der damals befragten Firmen diese Frage bejahten.

Als Hauptgründe für das relativ große Desinteresse der Unternehmen an Vorsorgeleistungen für Mitarbeiter geben die Unternehmen an, es gebe zu wenig Vorteile. Zudem seien die Angebote zu umständlich. Die betriebliche Altersvorsorge wird zudem von etwa 27 Prozent der befragten Unternehmen als zu teuer empfunden. 

Den Arbeitgebern seien noch immer nicht alle Angebote zur betrieblichen Unterstützung des Arbeitnehmers bei der Vorsorge bekannt, meint hingegen die Gothaer. Hier bestehe noch erheblicher Aufklärungsbedarf, so Thomas Leicht, Chef der Gothaer Allgemeine Versicherung.  

Angebote aus einer kollektiven Krankenversicherung bietet derzeit jedes fünfte Unternehmen an. Auch dieser Anteil ging im Vergleich zu 2010 hoch, als er bei 12 Prozent lag. Wesentlich interessanter ist für den Mittelstand im Vergleich dazu die betriebliche Altersvorsorge. 51 Prozent der befragten Unternehmen ließen ihre Mitarbeiter auf diesem Wege ein zusätzliches Sicherheits-Polster für die Rente ansparen, heißt es in der Studie. 

Gebäudeversicherung haben zwei von drei Betrieben
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Mittelstand - Desinteresse an Vorsorge für Mitarbeiter

1 Kommentar zu "Mittelstand: Desinteresse an Vorsorge für Mitarbeiter"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Hier ist es doch ganz offensichtlich, daß der angebliche Fachkräftemangel nur eine Lüge ist.
    Wer ordentlichen Lohn zahlt, bekommt IMMER Fachkräfte.

    Aber es ist halt profitabler, Billigkräfte aus der ganzen Welt ins Lan zu holen, anstatt ordentlich zu bezahlen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%