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Mobilitätstechnik So arbeitet Unibail mit dem Start-up Wunder Mobility zusammen

Der Shoppingcenterbetreiber und die Tech-Firma kooperieren künftig. Gemeinsam wollen sie Shoppern Mobilität ermöglichen.
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Wunder Mobility und URW arbeiten künftig zusammen. Quelle: URW
Projekt Westfield-Hamburg-Überseequartier

Wunder Mobility und URW arbeiten künftig zusammen.

(Foto: URW)

Hamburg Es ist nur ein Zufall: Die Büros des jungen Tech-Unternehmens Wunder Mobility, mit dem der Shoppingcenterbetreiber Unibail-Rodamco-Westfield (URW) beim künftigen Shoppingviertel Überseequartier kooperiert, liegen einen Steinwurf von der Großbaustelle entfernt. Nicht die räumliche Nähe ist entscheidend, sondern die Technik: Wunder hat sich zu einem der weltweit führenden Anbieter für die Software hinter Mobilitäts-Apps gemausert.

„Gute Erreichbarkeit ist für Shoppingcenter zentral. Da können wir mit neuen Ansätzen helfen“, sagt Gründer Gunnar Froh. Deshalb ist Wunder Partner von URW. Schon heute bietet URW im Ruhrpark-Center in Bochum seinen Mitarbeitern die Ridesharing-App von Wunder an. Angestellte, die sich per App ein Auto teilen, erhalten bevorzugt Parkplätze. „Wir können ermitteln, ob die Leute tatsächlich zusammen unterwegs sind“, sagt Froh.

Grundlage der App ist eine Technik, die das 2014 gegründete Unternehmen entwickelt hatte, um Fahrtenanbietern wie Uber Konkurrenz zu machen. Inzwischen verlegt sich Froh jedoch allein auf Angebote für Unternehmen.

Denkbar wäre für das Überseequartier, dass Wunder einen Shuttleservice aufsetzt – von der Software bis hin zur Beauftragung von Fuhrunternehmern. URW könnte dann theoretisch vor konkurrierenden Einkaufszentren ein Plakat aufstellen und darauf hinweisen, dass potenzielle Kunden kostenlos zum Überseequartier fahren können. Möglich ist auch ein Verleih etwa von E-Rollern, da URW auf seinem Gelände regeln könnte, dass nur eigene Roller vermietet werden – etwa an Tagestouristen.

Dreirädriger E-Scooter

Ähnliches läuft mit Hotels gut. Für E-Scooter hat Wunder bislang zwölf Kunden, übernimmt Handling und Aufstellen der Scooter. Allerdings hat URW für das Überseequartier bereits den Hamburger E-Roller-Anbieter E-Floater gewonnen. Das Start-up hofft, sich mit einem dreirädrigen Elektro-Tretroller gegen Anbieter wie Tier und Lime behaupten zu können, die in Deutschland schneller als E-Floater gestartet sind.

Für URW bedeutet die Berücksichtigung der Partner: Im Einkaufszentrum können jetzt schon entsprechende Shuttlevorfahrten, Parkplätze und Roller-Stellplätze eingeplant werden.

Über das Projekt hinaus strebt Froh deutliches Wachstum an. Seit gut einem Jahr geht es mit der Konzentration auf das B2B-Geschäft richtig voran. Wunder vermarktet vor allem Software, auf der Mobilitätsapps etwa von Carsharing-Anbietern laufen.

Und der 36-Jährige hat deutliche Erweiterungspläne: Erst vor gut einem Jahr hat er eine Bürofläche in der Hafencity hinzugenommen. Schon bald zieht er in ein geplantes, neues Bürogebäude in der östlichen Hafencity. 160 Mitarbeiter hat er aktuell, 65 weitere Stellen sollen bis Ende 2019 besetzt werden – auch dank der künftigen Nachbarn.

Mehr: Im Interview mit dem Handelsblatt spricht URW-CEO Christophe Cuvillier über die Zukunft des stationären Handels.

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