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Modehandel Immer mehr Mittelständler verbünden sich mit Zalando

Deutsche Modehändler haben lange Zeit die Online-Konkurrenten als große Gegner gesehen. Mittlerweile wollen sie im Digitalgeschäft mitspielen.
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Die Berliner Mode-Plattform kassiert für die Vermittlung von Aufträgen eine Provision. Quelle: Reuters
Zalando

Die Berliner Mode-Plattform kassiert für die Vermittlung von Aufträgen eine Provision.

(Foto: Reuters)

Düsseldorf Lange Zeit haben viele klassische Modehändler die großen Onlineunternehmen als Gegner gesehen. Inzwischen jedoch haben sie ihre Meinung geändert und wollen im Digitalgeschäft mitspielen. Sie haben sogar keine Scheu mehr, sich mit dem einstigen Erzfeind Zalando zu verbünden.

„Es ist ein guter Schritt, dass einige unserer Händler jetzt mit Zalando zusammenarbeiten“, freut sich Daniel Terberger, Vorstandschef des Bielefelder Modedienstleisters Katag. „Das bringt ihnen zusätzlichen Umsatz.“ Von 50 Standorten seiner mittelständischen Modehändler werden künftig Kunden des Berliner Modehauses beliefert.

Sie arbeiten über die Onlineplattform Modehaus.de, an der die Katag mit einem Drittel beteiligt ist, mit Deutschlands größtem Online-Modeversender zusammen. Das funktioniert so: Wenn ein Zalando-Kunde ein Hemd bestellt, kann ein Händler in der Nähe den Auftrag übernehmen. Der Umsatz gehört dem Laden vor Ort.

Zalando kassiert für die Vermittlung eine Provision. Die Händler können so ihren Umsatz steigern. „Und wir können die Lieferzeiten signifikant verkürzen“, sagt der zuständige Zalando-Manager Carsten Keller. Terberger ist davon überzeugt, dass bald noch mehr stationäre Läden mit Zalando zusammenarbeiten werden.

„Ich gehe davon aus, dass die Mehrheit der Händler mit den 341 Standorten, die sich bereits der Plattform Modehaus.de angeschlossen haben, sich auch mit Zalando vernetzen werden“, erwartet Terberger. Er ist optimistisch, weil sich von Monat zu Monat mehr Katag-Händler der Plattform Modehaus.de gegenüber öffnen, um darüber ihre Warenbestände zu verknüpfen.

„Da entwickelt sich inzwischen eine Dynamik, die ich so noch nicht erlebt habe“, ist Terberger froh. Der Großteil der Unternehmen, die die Katag betreut, ist freilich noch nicht beim Start-up Modehaus.de mit dabei, das von einem Katag-Händler gegründet wurde. Viele der mehr als 350 Partnerunternehmen mit über 1600 Standorten halten sich noch zurück. Sie nutzen lieber die Katag-Modemarken und Beratung in Sachen Marketing sowie IT.

Mehr: Das Online-Modehaus verkauft mehr Premium-Mode und arbeitet mit mehr stationären Händlern zusammen. Zalando hebt seine Prognose an.

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