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Zu Jahresbeginn hatte der Luxusmöbel-Hersteller Interlübke noch verkündet, rechtzeitig zum 75-jährigen Bestehen sei man wieder in der Erfolgsspur. Doch jetzt meldete das Traditionsunternehmen Insolvenz an.

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  • Made in Germany - Die junge Generation .Das hochpreisige Niveau - auch wenn raffiniert gefertigt- sei es die Technik oder die Oberflächen habe ich in meinem Auslieferungsleben nur die Ältere Kundenschar- die das Geld haben, oder junge Russen, die hier heimisch geworden sind, als Kunden gehabt. Schade- Interlübke ist der Mercedes unter den Wert&Wohnmöbeln.Aber auch für ein Element Base (1m) mit 2 Einlegeböden und Kleiderstange 750€ statt 978€ Rettet dieses Unternehmen nicht mehr.
    Ich kenne auch viele Monteure, die Interlübke aufgebaut haben- da muß man sich reinarbeiten- aber es ist "HiTech"
    Nicht nur mal ruckzuck- auf Zeit aufgebaut!Das wird auch viele Händler abgeschreckt haben. Ein Interassantes Highlight von Interlübke war das Programm "REEF" mit unterschiedlichen Tiefen- klasse! Hat mir viel Spaß gemacht. Aber- Du brauchst die Zeit- mußt Dich mit der Materie vertraut machen. Das sehen die MöbelUnternehmer nicht.Auch das Bettensystem Malo- mit den Panelen- um die richtig auszurichten und alles ordentlich zu montieren hat es schon einen Tag gedauert. Auch die Schränke- alles ist eigentlich wie beim Schweden- sehr Montageintensiv- aber aufgrund der hochwertigkeit bist du natürlich doppelt vorsichtig. Für einen 6 Türigen Schrank haben wir schon 1 Tag veranschlagt! Jetzt gibts natürlich wieder Besserwisser, die bauen dann 2 Interlübkeschränke inerhalb von 12 Stunden ein- ist klar!Habe ich auch schon erlebt: Türe- Lack ab, Seite beschädigt( Transport) etc- weil ja die meisten Möbelhäuser nach Promille gehen.
    Es gibt sogar Möbelhäuser, da wird dir der Schaden vom Lohn abgezogen- egal ob du das warst, oder nicht.Alles wird auf Zeit abgerechnet.
    Interlübke hat eine Philosophie entwickelt, deren Wert leider auch von den Sprößlingen der Urgenaration nicht mehr erkannt wird. Es ist ein Zeitloses Design mit dem die Generation umziehen kann. Statt dessen wird im Zeitgeist lieber weggeworfen. Schade. Aber mit dem Biedermeier war es ja genauso.
    RIP Interlübke

  • ......die Kinder und Kindeskinder der ersten Käufergeneration also nach dem letzten Krieg, denkt garnicht mehr daran, Möbel dieser Coleur zu kaufen. Warum nicht? Man gibt nicht mehr diese Unsummen für Möbel aus, die das kosten, was interlübke hergestellt hat. Viele weitere Faktoren spielen eine fundamentale Rolle. U. a. kauft man eher Einzelstücke, will flexibler sein. Kauft also keine Schrankwände mehr. Hängt nicht mehr ein Leben lang an der großen Schrankwand. Trennt sich eher früher vom Möbel wie vom Partner. Die Scheidungsraten sprechen eine deutliche Sprache. Hätte man den Weg über das Einzelstücke einschlagen sollen? Ja, unbedingt. Und das auch noch zu bezahlbaren Preisen. Dazu hat Ikea mit gutem Design und preiswerten Möbeln bei den jungen gebildeten Nachkommen der Vorgängergeneration ein übriges getan. Die Umsatzzahlen von Ikea sprechen eine deutliche Sprache. Dazu kommt, daß der jetzige Inhaber Leo Lübke keine zwei Firmen gleichzeitig und verantwortbar lenken und leiten kann. Ihm fehlte das Herzblut der verantwortbaren Vorgängergeneration. Leo ist Polstermöbelmann, als Nachfolgert von Helmut, dem viel zu früh verstorbenen Vater. Und darum besteht kaum eine Möglichkeit die Firma zu retten. Sie wird endgültig in absehbarer vom Markt verschwinden. Und der Oberprolet Hülsta reibt sich die Hände und freut sich des Niedergangs von interlübke. Interlübke hat es auch nicht verstanden, den Händler mit menschlicher Wärme zu empfangen und zu begleiten. Es war immer eine Art Arroganz und Hochnäsigkeit bei dieser Firma zu spüren. Wie gehts weiter? Für Interlübke absolut nicht mehr, und für Cor wirds mehr als schwierig, weil Copien dieser Modelle von Billiganbietern angeboten wird. Auch bei Cor gilt es jetzt in der Kalkulation die Preise nicht auf die Spitze zu treiben. Wenn man 50 Jahre mit beiden Firmen gearbeitet hat, weiß man wie der Wind geweht hat und weiter wehen wird. Die jungen Leute von heute handeln eben anders als ihr Väter. Das Wertegefühl ist nicht mehr.

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