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Nachgefragt bei: Alexa Lixfeld Computergeneriertes Handwerk

Tassen aus Beton, computergenerierte Vasen, Geschirr mit Nano-Beschichtung - die 37-jährige Designerin Alexa Lixfeld liebt Experimente mit ausgefallenen Materialien. Auf der Messe Ambiente gehört sie zu den interessantesten Ausstellern. Dem Handelsblatt erklärt sie ihre interessantesten Entwürfe.
  • Stefan Wimmer
Computergenerierte Vasen, designed von Alexa Lixfeld Quelle: Pressebild

Computergenerierte Vasen, designed von Alexa Lixfeld

(Foto: Pressebild)

Handelsblatt: Vor zwei Jahren haben Sie mit Creacrete, einem dünnwandigen Betonwerkstoff für Teller, Tassen und Gefäße Aufmerksamkeit auf der Messe Ambiente erregt. War das der Anschub für Ihr Geschäft?

Lixfeld: Der Auftritt war im Rahmen der Sonderschau Talents, in der junge Designer oder Absolventen ihre Ideen präsentieren können. Creacrete habe ich während des Studiums entwickelt und damit einige Auszeichnungen bekommen. Ich habe damals ein Konzept zur Materialanwendung gezeigt, aber kein Endprodukt.

Ist es einfacher, als Newcomer mit so einer ausgefallenen Idee zu punkten?

Viele Studenten versuchen mit Produkten aus neuen Materialien für Furore zu sorgen. Bei mir war das aber umgekehrt. Ich habe ein altes Material, Beton, in einen neuen Kontext gesetzt, so dass man ihn als Alternative zu Porzellan verwenden kann. So bin ich zu einem neuen Werkstoff gekommen. Ich arbeite mit verschiedenen Oberflächen: Urushi-Lack aus Japan, aber auch Nanobeschichtungen.

Entwickeln Sie den Werkstoff weiter?

Ja, aber Creacrete ist nur eines der Projekte, die ich derzeit vorantreibe. Ich beschäftige mich weiterhin mit dem Thema Esskultur - vom Geschirr bis zur Performance. Auf der Ambiente werde ich in diesem Jahr andere Produkte präsentieren, hauptsächlich aus durchgefärbtem Bisquit-Porzellan. Das ist sehr aufwendig in der Herstellung, große Anbieter können dies nicht im großen Stil produzieren.

Die Gefäß-Serie "Metamorphose" ist mit dem Design-Plus-Award ausgezeichnet worden. Ist sie auch aus diesem Material?

Ja. Das Besondere an Metamorphose ist, dass die Formen computergeneriert sind, die Vasen aber schließlich handwerklich von mir gefertigt werden.

Wann rechnen Sie denn damit, von Ihrem Geschäftsmodell leben zu können?

Ich bin derzeit noch in der Investitionsphase. Der Markt reagiert allerdings auch relativ träge. Vor zwei Jahren habe ich eine Obstschale auf der Ambiente vorgestellt. Es gab recht wenig Resonanz, auch in der Presse. Ich hatte das Produkt schon abgeschrieben und mich entschieden, es nicht auf der diesjährigen Messe zu präsentieren. Jetzt zeigt die Messe sie in der Trendshow, sie bekommt Presse und es gehen mehr und mehr Bestellungen dafür ein.

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