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Nachgefragt „Ein Markt mit großem Potenzial“

Mit Thomas Hille, seit einem Jahr Mitglied des Vorstandes der T-Online International AG, sprach Handelsblatt-Redakteur Siegfried Grass über das Thema IT und Mittelstand.

Handelsblatt: Die IT-Industrie entdeckt zum wiederholten Male den Mittelstand. Ist der Mittelstand denn tatsächlich noch so unzureichend mit Computern und Programmen versorgt?

Thomas Hille:Gerade die kleineren und mittleren Unternehmen stehen zur Zeit unter einem enormen Kostendruck. In eher konjunkturschwachen Zeiten setzen sie natürlich solange wie machbar auf eine bereits vorhandene Infrastruktur. Dennoch handelt es sich um einen Markt mit großem Potenzial.

Welche Chancen bietet das Internet dem Mittelstand?

Eine eigene Website und E-Mail- Adresse gehören inzwischen auch für kleine Unternehmen fast schon zum „guten Ton“. Darüber hinaus bietet das Medium Internet weitere Einsparpotenziale und Optimierungsmöglichkeiten. Selbst für Kleinstunternehmen lassen sich heute zahlreiche Geschäftsprozesse wie internetbasierte Anwendungen für Lohnbuchhaltung oder auch Projekte in Vertrieb und Marketing realisieren. Mit solch standardisierten Anwendungen profitieren auch kleine Unternehmen von den Vorteilen, die in der Vergangenheit Großunternehmen vorbehalten waren.

Worin liegen Ihrer Meinung nach die Gründe dafür, dass kleinere Unternehmen die Möglichkeiten, die das Internet bietet, so wenig nutzen?

Das liegt oftmals ganz einfach daran, dass viele Unternehmen die Möglichkeiten noch nicht kennen. Es gibt Unsicherheiten, was die Kosten betrifft, und die Unternehmen gehen oft davon aus, dass viel technisches Detailwissen notwendig ist. Von diesem Standpunkt aus betrachtet, haben wir noch ein Stück Aufklärung vor uns.

Welche Veränderungen bringt die Breitbandtechnologie?

Die Breitbandtechnologie eröffnet Unternehmen jeder Größe neue Möglichkeiten – auch den kleinen und kleinsten. Wir sehen hier großes Potenzial sowohl für die Verbraucher als auch für die Unternehmen. Breitband-Internet ist direkt mit der Wettbewerbsfähigkeit von einzelnen Firmen, ja sogar der gesamten Wirtschaft, verknüpft. Das Internet hat in der Vergangenheit viele Marktchancen eröffnet und zu wesentlichen Effizienzsteigerungen in den Unternehmen beigetragen. Diese Entwicklung wird durch die technologischen Möglichkeiten des Breitband-Internets künftig nicht einfach nur fortgesetzt, sondern wesentlich verstärkt. Wir sind heute längst über den Punkt hinaus gekommen, an dem E-Commerce ausschließlich für besonders populäre Produkte wie CDs, Bücher, Reisen oder Elektronikartikel Chancen bietet. In ganz anderen Bereichen des Consumer- und B2B-Geschäfts sehe ich ebenfalls eine viel versprechende Entwicklung. Das Thema Breitband steht auch auf der politischen Agenda – Initiativen wie das vom Bundeskabinett im Dezember vergangenen Jahres beschlossene Aktionsprogramm „Informationsgesellschaft Deutschland 2006“ machen dies deutlich.

Viele Vorbehalte gibt es gerade in kleineren Unternehmen in Punkto Sicherheit. Die aktuellen Virenattacken tragen dazu maßgeblich bei. Haben Unternehmen mit kleineren Budgets überhaupt die Möglichkeit, sich wirksam zu schützen?

Sicherheit ist in der Tat ein ganz wesentlicher Faktor und selbstverständlich haben auch kleinere Unternehmen heute den Zugang zu Anti-Virenprogrammen und Firewalls. Ganz wichtig in diesem Zusammenhang ist die Möglichkeit der Integration in vorhandene Netzwerke. Die Zeiten, in denen solche Lösungen mit hohen Investitionskosten verbunden waren, sind vorbei. Bereits für wenige Euro pro Monat lassen sich heutzutage wirksame Schutzmechanismen implementieren – überwiegend auch ohne detailliertes Know-how. Ein Punkt, der gerade bei Kleinstunternehmen, die nicht über die Ressourcen eines umfassenden IT-Supports von Konzernen verfügen, nicht unterschätzt werden darf.

Denken Sie, dass das Internet wirklich für alle der über drei Millionen kleinen und mittleren Betriebe Sinn macht?

Generell lässt sich diese Frage mit einem deutlichen Ja beantworten. Selbstverständlich müssen die jeweiligen Unternehmen ihre individuellen Anforderungen im Vorfeld genau analysieren und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten prüfen. Da sieht es für den Schreinermeister an der Ecke natürlich schon ganz anders aus als in der Gastronomie oder für den Mittelständler im Maschinenbau. T-Online konzentriert sich mit seinen Angeboten auf die kleinsten Segmente im Bereich der KMU. Auch mit relativ geringem Budget können sich diese Unternehmen hier standardisierte Module aus den Bereichen Hosting, Sicherheit und Kommunikation ganz individuell zusammenstellen. Für die nötige Flexibilität ist gesorgt: Die Produkte lassen sich je nach Geschäftsentwicklung skalieren.

Die Fragen stellte Siegfried Grass

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