Online-Sprechstunde Schwedisches Telemedizin-Start-up Kry sammelt 53 Millionen Euro ein

In Schweden werden bereits drei Prozent der Arztbesuche digital abgewickelt. Nun will das Start-up Kry in weitere Länder expandieren – auch nach Deutschland.
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Das Start-up Kry wickelt bereits drei Prozent der Arztgespräche in Schweden digital ab und will seinen Service nun in weiteren europäischen Ländern einführen. Quelle: Kry
Arztsprechstunde via Internet

Das Start-up Kry wickelt bereits drei Prozent der Arztgespräche in Schweden digital ab und will seinen Service nun in weiteren europäischen Ländern einführen.

(Foto: Kry)

FrankfurtDas Thema Video-Sprechstunde in Europa lockt immer mehr internationale Investoren an. Am heutigen Dienstag gab das schwedische Start-up Kry bekannt, in einer weiteren Finanzierungsrunde umgerechnet 53 Millionen Euro (rund 66 Millionen Dollar) eingesammelt zu haben. Kry will das Geld für den Start seines Angebots in Großbritannien und Frankreich verwenden.

Die Series-B-Finanzierungsrunde wurde von der in London und San Francisco ansässigen Wagniskaptalfirma Index Ventures angeführt, die bei vielen technologiegetriebene nFirmen, darunter Deliveroo und Dropbox engagiert ist. Bei der aktuellen Kry-Finanzierung sind erneut auch die Altinvestoren Accel, Creandum und Project A aus Berlin im Boot.

Kry wurde 2014 gegründet und zählt heute nach eigenen Angaben in Schweden, Norwegen und Spanien bereits 350.000 Kunden, die das Arztgespräch via Smartphone oder Tablet führen. In Schweden finden bereits mehr als drei Prozent der Termine beim Allgemeinmediziner digital statt. Seit März 2018 bietet Kry dort auch eine Online-Verhaltenstherapie für Patienten mit Depressionen an.

In Deutschland bekam Kry im Februar 2018 von der baden-württembergischen Ärztekammer die Genehmigung für ein telemedizinisches Pilotprojekt. Im Mai hatte der deutsche Ärztetag entschieden, den Zugang zu digitalen Arztbesuchen zu erleichtern. Das bislang geltende Verbot der ausschließlichen Fernbehandlung, also der Videokonsultationen ohne vorherigen persönlichen Arztkontakt, soll gelockert werden.

Bis die Videosprechstunde als reguläre Leistung im deutschen Gesundheitswesen verankert ist, müssen allerdings noch einige regulatorische Hürden genommen werden. Wenn es soweit ist, will Kry auch in Deutschland expandieren, ebenso wie viele andere Anbieter von Videosprechstunden, darunter Dr Ed aus London, Teleclinic aus München und Fernarzt aus Berlin.

Die aktuelle Finanzierungsrunde ist für Kry die bisher größte. Im vergangenen Juni hatte das Stockholmer Start-up in einer Series-A-Runde bereits 20 Millionen Euro eingeworben, ein Jahr zuvor in der ersten Seed-Runde 6,1 Millionen Euro.

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