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Open Book Accounting Bücher öffnen, Kosten drücken - überleben

Um Kosten zu senken, gewähren Autozulieferer ihren Abnehmern detaillierte Einblicke in ihr Unternehmen. Zu viel Offenheit kann aber riskant sein. Es gilt, das richtige Maß zu finden. Wenn das gelingt, können beide Seiten profitieren. Die wichtigsten Stolpersteine – und wie man sie erfolgreich umgeht.
  • Chris Löwer
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Wer transparent arbeitet kann Kosten senken: Doch es gibt auch Risiken. Quelle: ap

Wer transparent arbeitet kann Kosten senken: Doch es gibt auch Risiken.

(Foto: ap)

BERLIN. Kostendrücker José Ignacio López wird deutschen Autozulieferern noch lange in schlechter Erinnerung bleiben. Der für seine beinharten Verträge bekannte Chefeinkäufer von General Motors und Volkswagen hat tiefes Misstrauen hinterlassen. Jetzt in der Absatzkrise drehen die Autohersteller wieder an der Kostenschraube - was manchem Zulieferer die Luft abschnüren dürfte.

Doch es gibt eine Alternative zu solchen Preisverhandlungen, die mancher als erpresserisch empfindet: Open Book Accounting (OBA) bietet sich an. Dabei legen Zulieferer dem Abnehmer ihre Kosten offen, um diese gemeinsam zu senken. Idealerweise geschieht das gegenseitig. Doch sich in die Bücher schauen zu lassen ist riskant - es macht den Zulieferer angreifbar.

Die Vorteile von OBA zeigt das Beispiel Nissan. 80 Prozent der Lieferanten des japanischen Autoherstellers legen Kosteninformationen offen. Ihr Ziel: Preistreiber aufspüren und gemeinsam bessere Lösungen finden. Nissan schult sogar wichtige Zulieferer im Controlling. Damit will man niedrige Kosten entlang der gesamten Wertschöpfungskette erreichen.

Auch in Deutschland ist OBA nicht Ungewöhnliches. So durchforstete ein Autohersteller die Bücher eines Zulieferers nach Einsparpotenzial. Das Ergebnis: Der Autobauer schweißt nun nicht mehr selbst kostenintensiv Tragarme an Motorblöcke, sondern der Metallverarbeiter erledigt das gleich mit. Das drückt die Gesamtkosten und sichert dem Lieferanten ein Auftragsplus.

Die meisten Zulieferer machen mit

„Wenn Abnehmer und Zulieferer ihre Kosten offenlegen, können beide davon profitieren“, sagt Andreas Hoffjan, Controllingprofessor an der TU Dortmund. "Die Betriebe haben ihre Produktion weitgehend rationalisiert. Die Kosten lassen sich aber nicht ewig weiter senken."

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