Pizza & Pasta Vapiano soll die Welt erobern

Mit Pizza und Pasta will Gregor Gerlach die Welt erobern. Gerade hat der Vapiano-Gründer die 100. Filiale der Restaurant-Kette eröffnet. Viele weitere sollen im nächsten Jahr folgen. Nur um Italien macht er einen Bogen.
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Die Gerichte bei Vapiano werden vor den Augen des Gäste zubereitet. Quelle: picture-alliance/dpa

Die Gerichte bei Vapiano werden vor den Augen des Gäste zubereitet.

(Foto: picture-alliance/dpa)

WienDiese Woche ist Gregor Gerlach in Wien, in der nächsten Woche in Marseille. Der Unternehmer ist auf Einweihungstour: Beinahe wöchentlich eröffnet der Hamburger ein neues Restaurant seiner Kette Vapiano. Die österreichische Hauptstadt war ein besonderes Ereignis: Es war Filiale Nummer 100.

Und der 42-Jährige ist noch nicht am Ende. Etwa 30 neue Restaurants sollen im nächsten Jahr entstehen, überall auf der Welt. „Wir machen aus einem deutschen Unternehmen ein globales“, sagt Gerlach. Im vergangenen Jahr hat die Kette beim Umsatz erstmals die 100-Millionen-Euro-Grenze geknackt, knapp 3 000 Beschäftigte arbeiten heute für Vapiano.

Angefangen hat alles in Hamburg. Gerlach und drei Freunde, allesamt damals McDonald’s-Manager, hatten 2002 die Idee für dieses etwas andere italienische Restaurant: Vapiano hat zwar auch etwas von McDonald’s. So müssen sich die Gäste auch an den Kassen anstellen und dort ihre Speisen in Empfang nehmen. Das war dann aber schon die Parallele zur Hamburger-Kette.

Bei Vapiano wird das Essen vor den Augen der Gäste frisch zubereitet. Auch viele Zutaten wie die Nudeln werden jeden Tag neu hergestellt. Großen Wert legt Gerlach auch auf das Interieur: Alle Vapiano-Restaurants sind vom Mailänder Designer Matteo Thun gestaltet.

„Wir haben eine eigene neue Kategorie geschaffen“, glaubt Gründer Gerlach, der selbst gut 30 Prozent der Unternehmensanteile hält. Vapiano sei Restaurant und Bar zugleich – sowie Supermarkt. So würden besonders Singles in den Großstädten auf den Einkauf verzichten und lieber zu Vapiano zum Essen gehen.

Gerlach, studierter Betriebswirt und früherer McKinsey-Berater, ist optimistisch für seine Expansionsstrategie. Schließlich würden überall auf der Welt Nudeln und Pizza gern gegessen. Außerdem helfen prominente Mitgesellschafter: Die Hamburger Tchibo-Erben Daniela und Günter Herz halten gut 40 Prozent. Die übrigen Anteile liegen bei der Darmstädter Unternehmerfamilie Sander, die hinter dem Kosmetikhersteller Wella steht.

Doch noch ist Deutschland mit 50 Restaurants der wichtigste Markt für Vapiano. Gerlach sieht künftig aber auch Chancen in den USA, Großbritannien und Skandinavien. Italien allerdings steht nicht auf der Liste der 26 Vapiano-Länder. Und das hat laut Restaurant-Designer und Gerlach-Freund Matteo Thun auch einen guten Grund: „Vapiano wird es niemals in Italien geben. Das kann die Mama einfach besser.“

  • Stefan Menzel
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6 Kommentare zu "Pizza & Pasta: Vapiano soll die Welt erobern "

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  • Meine Tochter und ich gehen gerne ist das Vapiano nach Münster!,das Essen ist gut und ich finde es ist Kinderfreundlich auch gerade was manche als Kantine sehen,finde ich gerade das gute daran das es so weiträumig ist
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  • endlich einmal ein lichtblick in wirklich neuem unternehmens drang eines deutschen mit deutscher finanzierung. Eine seltenheit in der "amerikanisierten" deutschen unternehmenswelt, wo beste firmen an auslander verscherbelt werden. Dies ohne rucksicht auf die negativen einflusse auf wirklich deutsche unternehmen, denen man dabei das wasser abgegraben hat. Startup unternehmen finanziert bei auslandern tragen leider fast nichts fur die Erhaltung oder neu grundungen deutscher firmen bei.

  • Das verstehe ich nicht. Wenn man nicht in Hamburg Innenstadt um 12:30h zur Schwarzkittelpausenzeit dort hingeht, hat man auch keine Probleme. Man bekommt dann immer frische heiße Pizza, die man in Deutschland suchen muss. Teuer sind die Getränke, die Speisen nicht.

    Ich finde das System sehr gut und habe als Außendienstler eine bessere Alternative als Möwe und Co.

  • @ Mollemopp & Dummschule

    Wünschen Sie unserem Landsmann lieber Glück und eine gute Expansion im Ausland.

    Erfolg scheint er ja zu haben.

  • .
    Für Deutsche wird es ein Festessen darstellen.
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  • Unglaublich aber wahr. Die Erfolgsgeschichte dieses Selbstbedienungsladens zeigt, wie verblödet der Kunde inzwischen ist. Dafür, dass er für sein Essen anstehen darf, bezahlt er auch noch mehr, als in einem Retaurant in dem er bedient wird. Wenn der Kunde Pech hat, ist der Laden so voll, dass er mit seinem Tablett in der Hand warten darf bis ein Platz frei wird. Dann kann er endlich sein kaltes Essen auf kargen Designer-Holzbänken sitzend runterwürgen. Wie dumm die Menschen doch sind.

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