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Quartalszahlen Krones richtet Konzern auf eine weitere Fitnesskur ein

Nach vier Verlustquartalen in Folge hat der Abfüllanlagenbauer Krones zum Jahresauftakt 2010 wieder schwarze Zahlen geschrieben. Mit dem Gewinn traf der weltgrößte Hersteller von Getränkeabfüll- und Verpackungsmaschinen die Erwartungen der Analysten.
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Krones macht mit Abfüllungsanlagen wieder gute Geschäfte. Quelle: dpa

Krones macht mit Abfüllungsanlagen wieder gute Geschäfte.

(Foto: dpa)

MÜNCHEN. Gegessen und getrunken werde immer, egal wie es um die Konjunktur stehe, pflegte Krones-Chef Volker Kronseder zu sagen. Damit wollte er seinen Investoren deutlich machen, wie krisenfest das Geschäft des Weltmarktführers für Getränkeabfüllmaschinen ist. Doch das war vor der Rezession. Inzwischen ist klar: Kronseder hatte sich mächtig getäuscht.

Natürlich sind die Menschen wegen der Wirtschaftsflaute nicht komplett auf Leitungswasser umgestiegen, sondern greifen nach wie vor zu Bier, Wein und Cola aus Flaschen. Doch Brauereien, Softdrinkhersteller und Molkereien haben angesichts des Konjunktureinbruchs vergangenes Jahr sehr viel weniger Geld für neue Maschinen ausgegeben als zuvor.

Rutsch in die roten Zahlen

Das Familienunternehmen aus der Oberpfalz ist deshalb tief in die roten Zahlen gerutscht - und wird vermutlich noch einige Zeit brauchen, um an das Rekordjahr 2008 anzuschließen. „Wir müssen uns darauf einstellen, dass dieses Niveau erst mittel- bis langfristig 2013/2014 wieder erreicht werden kann“, warnt Hans-Jürgen Thaus, der stellvertretende Vorstandsvorsitzende.

Doch das ist noch nicht alles: Krones rechnet damit, dass das Geschäft künftig stärker als früher schwanken wird. „Die lineare Planung aus der Vergangenheit funktioniert nicht mehr“, befürchtet Thaus. So werde der Konzern in den nächsten Monaten weiter umgebaut, um die Fixkosten zu senken und noch flexibler zu werden. Dabei sollen die Maschinen stärker als bisher aus Modulen bestehen, um die Produktionsabläufe zu vereinfachen. Mit der Belegschaft hat sich die Unternehmensführung bereits auf Arbeitszeitkonten geeinigt, wonach bis zu 300 Überstunden ohne extra Zuschläge möglich sind.

Krones ist börsennotiert und gehört dem MDax der 50 größten Nebenwerte an. Gut 54 Prozent der Anteile gehören aber immer noch der Gründerfamilie. Hermann Kronseder begann 1951 in Neutraubling bei Regensburg, auf ausrangierten Drehbänken des Flugzeugbauers Messerschmitt Etikettiermaschinen zu fertigen. In der Oberpfälzer Industriestadt steht noch heute das Stammwerk.

Der Weg des 1953 geborenen Sohnes Volker war vorgezeichnet. Nach dem Abschluss an der FH München verantwortete er zunächst das Geschäft in Südamerika und übernahm 1996 von seinem Vater den Vorstandsvorsitz. Krones hat sich seither von einem Spezialisten für Etikettier- und Abfüllmaschinen zum Komplettanbieter gewandelt. Die Firma baut ganze Brauereien, Getränkebetriebe und Hochregallager.

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