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Rekordgewinn Von Spielwaren zu IT-Sicherheit – Messe Nürnberg startet durch

Die Franken machen Rekordumsätze und bauen das weltweite Geschäft aus. Nun kaufen sie sich bei Griechenlands führendem Messeveranstalter ein.
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Messe Nürnberg startet durch: Von Spielwaren zu IT-Sicherheit
Messe Nürnberg auf Expansionskurs

Die Messe-Nürnberg-Chef Peter Ottmann und Roland Fleck (links und recht) mit Nikos Choudalakis (Mitte), Managing Director der Forum SA.

DüsseldorfDie Messe Nürnberg hat 2018 ein Rekordjahr verbucht – noch nie waren Umsatz, Gewinn, Aussteller- und Besucherzahlen so hoch. Sowohl im Inland wie im Ausland legte das Geschäft zu. Damit gehört Nürnberg zu den am schnellsten wachsenden Messegesellschaften in Europa. Weltweit zählt die Messe Nürnberg zu den 15 größten Unternehmen der Branche.

Dieses Jahr haben die Franken ihre Bilanzpressekonferenz überraschend in Athen abgehalten – denn die Messe hat in Griechenland zugekauft und besitzt nun 80 Prozent am Messeveranstalter Forum SA. Der griechische Marktführer ist künftig die größte internationale Tochter der Nürnberg Messe, die unter anderem in Indien und Brasilien sehr aktiv ist. Künftig veranstalten die Franken 75 Fachmessen im Ausland.

Forum SA aus Griechenland organisiert acht etablierte Fachmessen, vor allem im Nahrungsmittelbereich. Die griechischen Messen passen thematisch gut zu denen aus Nürnberg von der Biofach, der Braubeviale bis zur Fachpack.

Die Nürnberger wollen zudem die Chance nutzen, von Griechenland aus den Markt Richtung Italien, Balkan und den gesamten Mittelmeerraum auszubauen. Forum SA machte nach eigenen Angaben zuletzt 17,5 Millionen Euro Umsatz. Über den Preis der Beteiligung wurde nichts bekannt.

Der Zukauf dürfte für die Nürnberger finanziell gut zu stemmen sein, machten sie doch 2018 einen Rekordgewinn von 28 Millionen Euro. Der Umsatz erreichte erstmals 315 Millionen Euro. Damit schiebt sich die Messe Nürnberg vor die renommierten Messestandorte Düsseldorf (294 Millionen Euro Umsatz) und die Deutsche Messe in Hannover (310 Millionen Euro Umsatz). Der Erfolg freut die beiden Geschäftsführer, CEO Roland Fleck und Peter Ottmann: „Die gesteckten Ziele im Rahmen unserer Unternehmensstrategie erreichen wir bereits zwei Jahre früher als geplant.“

Trotz Handelskonflikten und aufziehender Konjunkturwolken war 2018 für die deutschen Messeveranstalter insgesamt ein positives Jahr. Laut Messeverband Auma machten die deutschen Messegesellschaften erstmals mehr als vier Milliarden Euro Umsatz.

Mehr als nur Spielwaren

Nürnberg ist weltbekannt für seine Spielwarenmesse, doch der Messeplatz in Franken veranstaltet neben Traditionsmessen längst wichtige Messen für Zukunftstrends. Eine Erfolgsgeschichte ist etwa die IT-SA. Die Fachmesse für IT-Sicherheit war früher Teil der inzwischen eingestellten Systems in München. Seit 2009 findet die IT-SA als eigene Messe in Nürnberg statt und hat sich zu Europas Leitmesse für IT-Sicherheit entwickelt. 700 Aussteller und rund 14.000 Fachbesucher werden im Oktober erwartet.

Die Messe Embedded World wiederum ist die Leitmesse für eingebettete Systeme – diese Technologie ist Grundlage für Industrie 4.0 und KI. Anfang November findet in Nürnberg zudem erstmals die Kicker Convention statt, bei der es um Sportmanagement und den immer populäreren eSport geht.

Für die Nürnberg Messe-Gruppe sind 1.000 Mitarbeiter an elf Standorten in Deutschland, Brasilien, China, Indien, Italien, Griechenland, Österreich und den USA tätig. Rund 120 nationale und internationale Fachmessen und Kongresse werden veranstaltet. Jährlich beteiligen sich bis zu 35.000 Aussteller und bis zu 1,5 Millionen Besucher an den Eigen-, Partner- und Gastveranstaltungen.

Neues Zugpferd ist die futuristische Halle 3C, konzipiert vom Team der inzwischen verstorbenen Stararchitektin Zaha Hadid. „Die Halle 3C stellt mit rund 70 Millionen Euro die für uns die größte Einzelinvestition bisher dar“, sagt Messe-Chef Fleck. Die zusätzliche Ausstellungsfläche war dringend benötigt worden und werde gut angenommen. Denn die Nürnberg Messe will nicht nur im Ausland, sondern auch am Stammsitz weiter wachsen.

Mehr: Mittelständler fordern einen „Messeminister“. Dieser könnte für deutsche Firmen ein wichtiger Türöffner für Geschäfte im Ausland sein.

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