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Rettungspaket Start-ups sollen im Mai erste Hilfsgelder vom Staat bekommen

Die ersten Hilfsgelder für Start-ups in Deutschland sollen im Laufe dieses Monats fließen. Die Hilfen belaufen sich auf insgesamt zwei Milliarden Euro.
11.05.2020 - 14:46 Uhr Kommentieren
Wegen der Pandemie und der erwarteten Rezession fürchtet eine Mehrzahl der Start-ups um ihre Existenz. Quelle: dpa
Start-up-Zentrum in Leipzig

Wegen der Pandemie und der erwarteten Rezession fürchtet eine Mehrzahl der Start-ups um ihre Existenz.

(Foto: dpa)

Berlin Start-ups in Deutschland können im Mai mit ersten Hilfsgeldern in der Coronavirus-Krise rechnen. Wagniskapitalfonds sollen noch im Laufe des Monats Auszahlungen zur Verfügung gestellt werden, wie aus einem am Montag veröffentlichten Konzept des Wirtschafts- und Finanzministeriums hervorgeht. Insgesamt will die Bundesregierung Jungfirmen zunächst mit zwei Milliarden Euro stützen. Die genaue Verteilung dieser Summe ist aber noch unklar. Wegen der Pandemie und der erwarteten Rezession fürchtet eine Mehrzahl der Start-ups um ihre Existenz.

Aktuell besteht das Paket aus zwei Säulen. Zum einen sollen größere Start-ups Hilfen in Anspruch nehmen können, die von privaten Wagniskapitalgebern gestützt werden. Diesen Fonds werden öffentliche Mittel zur Verfügung gestellt, die diese in einem bestimmten Verhältnis aufstocken müssen. Dieses darf maximal bei 70 Prozent öffentliche Gelder zu 30 Prozent private Gelder liegen. So soll verhindert werden, dass Finanzierungsrunden platzen, die für Start-ups extrem wichtig sind, da sie meist von den eigenen Einnahmen nicht überleben können und zudem Geld für ihr Wachstum benötigen.

Bei kleineren Start-ups, die durch dieses Raster fallen, soll die zweite Säule des Hilfspakets zum Tragen kommen. In enger Zusammenarbeit mit Landesgesellschaften solle Wagniskapital zur Verfügung gestellt werden. Eine weitere Option sei, Landesförderinstituten Bundesmittel zu geben, damit diese dann über ihr Netzwerk die Mittel an Start-ups und kleine Mittelständler weiterreichten.

Zuletzt hatte es aus der Branche Kritik gegeben, weil die Gelder zu spät bei den Unternehmen ankommen würden. Über den Umweg über die Wagniskapital-Dachfonds – konkret die KfW-Tochter KfW Capital und den Europäischen Investitionsfonds (EIF) – soll sichergestellt werden, dass der Staat nicht übermäßige Risiken alleine eingeht.

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